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BERLIN

 

Prominente Paten am Museum für Naturkunde


Viele Berliner und Nicht-Berliner haben sich bereits entschieden, mit einer Patenschaft
dem Museum für Naturkunde zu helfen. Darunter sind auch einige prominente Zeitgenossen.
Sehen Sie selbst, wer sich für welches Objekt eingesetzt hat - im Museum für Naturkunde.

Die Paten

Der Pate: Jochen Trus, Programmdirektor bei 105’5 Spreeradio

 

Das »Patenkind«: Das Siebenbinden-Gürteltier
Das Siebenbinden-Gürteltier (Dasypus septemcinctus) ist im Osten von Süd-Amerika weit verbreitet und bevorzugt die offene grasbewachsene Landschaft (Pampas) und ernährt sich dort von Insekten, Würmern und Früchten. Die verknöcherte Lederhaut, welche durch Hautfalten unterbrochen ist und dadurch das Zusammenrollen ermöglicht, schützt das Tier vor seinen Fressfeinden. Das Gürteltier gräbt sich einen Bau, den es meist nur nachts verlässt.

Die Patin: Bundeskanzlerin Angela Merkel

 

Das »Patenkind«: Der Seeadler
Er ist einer der Charaktervögel Norddeutschlands. Nachdem die deutsche Seeadlerpopulation im 20. Jahrhundert durch Verfolgung und umfangreichen Pestizideinsatz in Land- und Forstwirtschaft mehrfach stark dezimiert wurde und nahezu vor dem Aussterben stand, befindet sie sich aufgrund umfassender Schutzmassnahmen derzeit in einer Wachstumsphase. Im Jahre 2006 lebten wieder 530 Seeadler-Brutpaare in Deutschland. Das Patenobjekt von Kanzlerin Merkel ist ein besonders schönes Präparat eines männlichen Brutvogels aus der Uckermark und kann in der Ausstellung besichtigt werden.

Der Pate: Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin

 

Das »Patenkind«: Der Wombat
(Vombatidae), austral. Familie der Beuteltiere mit drei etwa bibergroßen Arten. Nachtaktive, pflanzenfressende Sohlengänger mit bärenartigem Aussehen. Tagsüber ruhen sie in selbstgegrabenen, bis 30m langen Erdbauten. Nachts begeben sie sich auf Nahrungssuche, sie sind gute Kletterer und Schwimmer. Der Wombat gehört zu den größten grabenden Säugetieren überhaupt und hat nur wenige natürliche Feinde.

Die Patin: Renate Künast, Fraktionsvorsitzende der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen

 

Das »Patenkind«: Farn aus dem Carbonschiefer
Dieser seltene Farn (Neuropteris piesbergensis) wurde 1934 in Piesberg gesammelt. Das Stück stammt aus dem Obercarbon und ist etwa 320 Millionen Jahre alt. Das Originaletikett besagt: "Neuropteris piesbergensis Piesberg. Steinbrüche ca. 1–2 m unter dem Flöz. Berlin 1934"

Der Pate: Alfred Biolek

 

Das »Patenkind«: Atlantischer Stör
Wissenschaftliches und Schaupräparat eines Atlantischen Störs (Acipenser sturio), etwa aus demJahr 1830 mit einer Länge von 1,48 m. Diese Störart, noch bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts häufiges und wertvolles Fischereiobjekt in Europa steht kurz vor dem Aussterben. Es existiert nur noch eine lebensfähige, sich wenigstens in manchen Jahren erfolgreich fortpflanzende Population in der Gironde. Überfischung, Wanderungshindernisse und Veränderung der Laichplätze haben die Bestände zerstört. Die Tiere sind großwüchsig und langlebig (gegen 4 m Länge und mehrere Jahrzehnte, die Weibchen/Rogner deutlich größer als die Männchen/Milchner) und werden erst bei bedeutender Größe und nach vielen Jahren des Wachstums geschlechtsreif. Alte Präparate haben Bedeutung als seltene Anschauungsobjekte und für Forschungszwecke in Zusammenhang mit neuerlichen Versuchen der Aufzucht und Wiederansiedlung von Populationen zur Rettung dieser Tierart (s. Institut für Gewässerökologie in Berlin).

Die Patin: Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung

 

Das »Patenkind«: Der Eulenpapagei
Der in Neuseeland beheimatete Eulenpapagei oder Kakapo (Strigops habroptilus) ist der einzige derzeit lebende flugunfähige Papagei. Vermutlich als Anpassung an seine nur aus der Luft kommenden Feinde wurde er nachtaktiv. Der Kakapo ist ein reiner Pflanzenfresser und ernährt sich von verschiedenen Blättern, Wurzeln und Früchten. Obwohl flugunfähig, kann er doch gut laufen und klettern und in einer Nacht mehrere Kilometer Wegstrecke hinter sich bringen. Der Eulenpapagei hat ein weiches Gefieder und besonders feine Federn im Gesicht. Aufgrund dieser an Eulen erinnernden Eigenschaften, bekam die Art den Namen Eulenpapagei. Aufgrund der Verfolgung durch vom Menschen verschleppte Haustiere (z.B. Ratten, Marder), ist die Art in den 1970er Jahren nahezu ausgestorben. Die verbliebenen weniger als 50 Tiere wurden auf raubtierfreie Inseln verbracht und werden seither intensiv betreut. Dank intensivster Schutzbemühungen, die bis zum Zufüttern der Tiere und Wärmen der reichen, ist der Bestand auf derzeit knapp 90 Tiere angewachsen. Da die Tiere derzeit aber nicht jedes Jahr brüten und Krankheiten zum Verlust eines beträchtlichen Teils des Bestandes in den letzten Jahren geführt haben, ist die Gefahr des Aussterbens für den Eulenpapagei noch längst nicht gebannt. Das
Patenschaftstier ist ein Weibchen und wurde 1884 gesammelt.

Der Pate: Max Raabe, Sänger des Palast Orchesters Berlin

 

Das »Patenkind«: Der Gorilla
Der Menschenaffe lebt in Familienverbänden in den Urwäldern des tropischen Afrika, meist auf dem Boden. Die Männchen können aufrecht stehend über 2 m groß werden und bis 275 kg schwer. Das berühmte Präparat im Museum für Naturkunde ist eine besonders gelungene Dermoplastik aus dem Jahre 1936. Als zweijähriger Gorilla kam »Bobby« über einen Tierhändler in Marseille 1928 in den Berliner Zoo. Er war der erste Gorilla, der sich in Deutschland von einem Affenkind zu einem gewaltigen Tier entwickelte. 1935 starb Bobby an einer Blinddarmentzündung. Er galt als äußerst gutmütig und war der Liebling der Zoobesucher.

Die Paten: Franziska v. Almsick & Jürgen B. Harder

 

Das »Patenkind«: Schneeleopard
Der Schneeleopard (Uncia uncia) lebt in den zentralasiatischen Hochgebirgen, z.B. im Himalaya und im Altai. Er ist dem Leopard in der Fellzeichnung ähnlich, jedoch kleiner und viel heller gefärbt. Sein schönes Fell ist sehr begehrt, andere Körperteile finden in der traditionellen chinesischen Medizin Verwendung. Durch die Jagd auf ihn ist der Bestand auf nur noch wenige tausend Tiere im gesamten Verbreitungsgebiet zurückgegangen. In Höhenlagen zwischen 2.000 und 6.000 m ernährt sich der Schneeleopard von Wildschafen, Schraubenziegen, Pfeifhasen, Murmeltieren, Fasanen und Schneehühnern. Er schleicht sich an seine Beute heran, dann überbrückt er die letzten Meter mit einem gewaltigen Satz. Aus dem Stand kann er bis zu 15 m weit springen. Schneeleoparden brüllen nicht, dafür hört man in der Paarungszeit das langgezogene Heulen des Männchens, das von Einheimischen manchmal für den Ruf des Yeti gehalten wird. Das aufgestellte Exemplar ist schon sehr alt und stammt vermutlich aus dem Zoologischen Garten Berlin. Der Präparator muss es noch lebend beobachtet und bewundert haben, denn er verlieh ihm nicht nur eine lebensechte Körperhaltung sondern auch Eleganz und Würde.

Der Pate: Günter Grass

 

Das »Patenkind«: Steinbutt
Altes, ca. 60 cm langes (und breites) Trockenpräparat eines Steinbutts (Psetta maxima) aus der Sammlung von Marcus Elieser Bloch (um 1780, Grundstock der Fischsammlung des Museums für Naturkunde in Berlin). Sehr begehrter Speisefisch im Nordostatlantik, Mittelmeer und Baltischen Raum. Bewohner mäßiger Tiefen sowohl an felsigen wie sandigen Gestaden, kommt aber auch bis in Brackwassergebiete vor. Als erwachsenes Tier gilt der Steinbutt als Raubfisch (Fische und Krebstiere). Charakteristisch sind die Hautknochenplatten und der fast runde Körperumriss. Gerne graben sie sich im Sandboden ein, so dass nur die froschartig vorragenden Augen sichtbar sind. Durch ihr Farbwechselvermögen können sie sich hervorragend tarnen.

Die Patin: Monika Grütters, Mitglied des Deutschen Bundestages, Fraktion CDU / CSU

 

Das »Patenkind«: Der Griffel-Seeigel
Griffel-Seeigel (Phyllacanthus imperialis) aus Mauritius, gesammelt von Robillard. Die Griffel wurden auf den Pazifik-Inseln als Werkzeug zur Bearbeitung von Knochen und Muschelschalen (Perlmutt) und zum Schreiben auf Schiefertafeln verwendet.

Der Pate: Hans Wall, Wall AG Berlin

 

Das »Patenkind«: Der Urvogel Archaeopteryx
Der Urvogel stellt eines der berühmtesten Fossilien der Erde dar. Der Archaeopteryx lithographica trägt sowohl Merkmale von Reptilien als auch von Vögeln und gilt als Bindeglied der beiden heute getrennten Tierklassen. Der vor 150 Millionen Jahren am Nordufer des tropischen Mittelmeeres, der Tethys, lebende Archaeopteryx ist der erdgeschichtlich älteste Vogel, den Paläontologen bis heute kennen. Das Berliner Fossil ist von den bisher zehn weltweit bekannten Exemplaren das weitaus am vollständigsten und besten erhaltene. Die »Mona Lisa« unter den Fossilien befindet sich seit über 100 Jahren im Besitz des Musems für Naturkunde. Bislang musste der Urvogel jedoch - für die Öffentlichkeit unzugänglich - im Tresor aufbewahrt werden, da die Sicherheit des Exponates nicht gewährleistet werden konnte. Die großzügige Patenschaftsspende der Wall AGermöglichte die Herstellung einer Sicherheitsvitrine, in der das Fossil seit 2007 dem Publikum präsentiert wird.

Die Paten: Dagmar und Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Hermann von Helmholtz-
Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

 

Das »Patenkind«: Der Koala
Der Koala (Phascolarctos cinereus) ist ein Beuteltier aus Australien, ein Cousin vom Kangaroo, Wallaby und Wombat, das bis zu 15 kg wiegen kann. Koalas haben Blätter der Eucalyptusbäume sehr gerne, können aber auch anderes Pflanzenmaterial fressen. Sie verbringen fast ihr ganzes Leben auf Bäumen. Dafür sind ihre Füße und Hände sehr gut geeignet, wobei die Hände zwei Daumen und drei Finger haben. Da ihr Lebensraum abhängig von der Gesundheit der australischen Wälder ist, müssen diese geschützt werden, um den Koala vorm Aussterben zu bewahren.

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