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BERLIN

 

BERLINER SCHÄTZE     |     BISHERIGE BERLINER SCHÄTZE IM ÜBERBLICK

BERLINER SCHÄTZE
Museum für Kommunikation

 

Samstag, 29.10.2011 | 10 bis 17 Uhr kostenloser Eintritt mit dem Kennwort "Ich steh auf Spree"

Das Museum für Kommunikation Berlin

Das Museum für Kommunikation Berlin wurde 1872 als erstes Postmuseum der Welt gegründet. Auf Anregung des damaligen Generalpostmeisters Heinrich von Stephan entstand zwischen 1893 und 1898 ein prunkvoller, repräsentativer Bau in der Leipziger Straße/Ecke Mauerstraße, wo das Museum fortan seinen Sitz hatte. Seit seiner Eröffnung durchlief das Haus eine wechselvolle Geschichte: Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Haus geschlossen und in den letzten beiden Kriegsjahren durch Bombentreffer stark beschädigt. 1958 konnte das Museum als Postmuseum der DDR in behelfsmäßig hergerichteten Räumen wieder eröffnet werden. Westberlin gründete 1966 das „Berliner Post- und Fernmeldemuseum“ an der Urania. Nach verschiedenen Umbauetappen, die immer wieder eine Schließung des Ostberliner Museums erforderten, und einer behutsamen Renovierung des Museumsgebäudes nach modernen, denkmalpflegerischen Gesichtspunkten, konnte das Haus schließlich am 17. März 2000 als Museum für Kommunikation Berlin wiedereröffnet werden.

Mit seiner Dauerausstellung macht das Museum die Herkunft, die Entwicklung und die Zukunftsperspektiven der Informationsgesellschaft erleb- und begreifbar. Attraktive Wechselausstellungen richten den Blick auf die unterschiedlichen Aspekte von Kommunikation.

 

„Das Museum versteht sich als Ort der Begegnung, des Austauschs und der Unterhaltung, als Anstifter zur Kommunikation“, sagt die Direktorin des Hauses, Frau Dr. Lieselotte Kugler. Ein Lichtspiel aus wechselnden Worten, das in blauer Neonschrift über die historische Gebäudefassade läuft, weist die Besucherinnen und Besucher sowie Passanten bereits auf die kommunikative Botschaft des Hauses hin. Diese wird an der Fassade nicht nur sicht-, sondern auch hörbar: Entlang des Hauses geben zwei experimentelle Musikstücke des Jazzkomponisten Hannes Zerbe die Schlagworte der modernen Kommunikation wieder.

Im zentralen Raum des wilhelminischen Baus, dem Lichthof, fordern die drei Roboter „KOMM-REIN!“, „ALSO-GUT!“ und „MACH-MIT!“ zu Kommunikation und Interaktion auf. Sie empfangen die Gäste und kommunizieren untereinander sowie mit den Besucherinnen und Besuchern. „KOMM-REIN!“ begrüßt, „ALSO-GUT!“ informiert über die Geschichte des Hauses, „MACH-MIT!“ schließlich animiert mit einem Ball zum Spielen.

In der im Untergeschoss gelegenen Schatzkammer erzählen mehrere Stationen in geheimnisvoller Atmosphäre Geschichten zu den berühmtesten und kostbarsten Exponaten des Museums. Dazu gehören unter anderem der mit den Kosmonauten ins All gereiste „Kosmos-Stempel", die ersten Telefonapparate von Philipp Reis und die berühmtesten Briefmarken der Welt, die blaue und die rote Mauritius.

Die interaktiven Themengalerien im ersten und zweiten Obergeschoss führen in zentrale Fragen der Kommunikationsgeschichte ein. Die Sammlungssäle erweitern diese Aspekte um technische und historische Exponate und Informationen. Die Themengalerien  reifen beispielsweise die Veränderungen von Wahrnehmung und sozialer Interaktion durch das Telefonieren auf, die Sammlungssäle hingegen die historische Entwicklung des Telefons als massenhaft hergestelltes und genutztes Kulturgut.

Im zweiten Obergeschoss befindet sich auch die Computergalerie mit kostenlosem Internetzugang. Dort kann das Publikum den Umgang mit dem Computer als Werkzeug erproben: beim Surfen und Chatten, beim Sammeln von Informationen und  Ausprobieren von Lernspielen oder bei einem virtuellen Museumsrundgang.

Das Museum vermittelt nicht nur Inhalte der Kommunikation, sondern versteht sich selbst auch als Ort der Kommunikation. Seine Räume stehen für vielfältige museumseigene Veranstaltungen sowie für Events unterschiedlichster Ausrichtung zur Verfügung. Das von Sarah Wiener betriebene Museumscafé „DAS KAFFEEHAUS“ mit seiner schönen Terrasse sowie der Museumsshop runden das Serviceangebot ab.

Aktuelle Ausstellungen

FASHION FOOD
Fotoausstellung im Museum für Kommunikation Berlin zeigt „Mode zum Anbeißen“

Ein Schal aus Zuckerwatte, Lauchzwiebeln als Kopfschmuck, ein Kostüm aus Nudelteig oder ein Oktopus als Tunika: „Fashion“ und „Food“ heißen die beiden Zutaten, die der Sternekoch Roland Trettl und der Fotograf Helge Kirchberger zu einer völlig neuen Komposition vereinen. Auf blanker Haut arrangieren sie Lebensmittel zu essbarer Haute Couture. Vom 29. Oktober 2011 bis zum 29. Januar 2012 präsentiert das Museum für Kommunikation rund 50 Fotografien des außergewöhnlichen Projekts FASHION FOOD erstmals im Rahmen einer Ausstellung.

FASHION TALKS
Neue Wechselausstellung im Museum für Kommunikation Berlin zeigt, was Mode mit Kommunikation zu tun hat

Bundfaltenhose oder zerschlissene Jeans, High Heels oder Flip Flops – mit der Überlegung „Was ziehe ich an?“ stellen wir uns Tag für Tag zugleich die Frage „Wer möchte ich sein?“. Denn noch bevor wir etwas sagen, hat unsere Kleidung schon für, über und vielleicht auch gegen uns gesprochen. Die Ausstellung „FASHION TALKS“, die das Museum für Kommunikation Berlin vom 7. Oktober 2011 bis zum 26. Februar 2012 präsentiert, beleuchtet den individuellen und kollektiven Umgang mit Mode sowie die Botschaften, die wir mit unserem Outfit transportieren.

Neben diesen beiden aktuellen Ausstellungen können Sie auch die Dauerausstellung
"Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Kommunikation" besuchen. Viel Spaß!

Museum für Kommunikation

Leipziger Straße 16 | 10117 Berlin-Mitte
Telefon (030) 202 94 0 | Telefax (030) 202 94 111
E-Mail mfk-berlin@mspt.de | www.mfk-berlin.de

Öffnungszeiten: Dienstag: 9–20 Uhr | Mittwoch bis Freitag 9–17 Uhr | Samstag, Sonn- und Feiertag 10–18 Uhr
Montag sowie am 24., 25. und 31.12. geschlossen
Geöffnet auch Ostermontag, Pfingstmontag, am 1.1., 1.5. und am 3.10.

Eintritt: normal: 3 EUR | ermäßigt: 1,50 EUR
Leihgebühr Audioguide (deutsch/ englisch): 1,50 EUR
Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 15 Jahre sowie betreute Schulklassen, freitags von 9–12 Uhr für Gruppen. Ermäßigter Eintritt für Jugendliche ab 16 Jahre, Teilnehmer/-innen an Führungen, Schüler/-innen, Studierende, Auszubildende und Gruppen ohne Führung ab 15 Personen.

Verkehrsverbindungen:
U-Bahn U 2 Mohrenstraße, U 6 Stadtmitte
Bus M48, 200, 347

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