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BERLIN

 

BERLINER SCHÄTZE     |     BISHERIGE BERLINER SCHÄTZE IM ÜBERBLICK

BERLINER SCHÄTZE
Computerspielemuseum

 

Samstag, 14.01.2012 | 12 bis 19 Uhr kostenloser Eintritt mit dem Kennwort "Ich steh auf Spree"

In einer neuen, weltweit einzigartigen Dauerausstellung zur Kulturgeschichte der Games zeigt das Computerspielemuseum seit dem 21. Januar 2011 in neuen Räumen in Berlin-Friedrichshain Höhepunkte aus der über sechzigjährigen Entwicklung dieses Massenmediums. “Das Computerspielemuseum ist eine Bereicherung für die Berliner Kulturlandschaft”, erklärt der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, anlässlich der Eröffnung. “Ich freue mich, dass dieses junge Medium hier endlich einen geeigneten Standort gefunden hat”.

Vor mehr als 60 Jahren wurde der Computer zur Spielmaschine. Digitale Spiele haben seitdem mehr zur Verbreitung des Computers beigetragen als alle anderen Anwendungen. Die Botschaft des neuen Mediums ist Interaktion, alltagstaugliche Teilhabe und Gestaltungsmöglichkeit, heute bereits verwirklicht in globalen, interaktiv organisierten Netzen. In wenigen Jahren hat das digitale Spiel die Kommunikation der Gesellschaft grundlegend verändert – wie zuvor der Buchdruck oder die Technologien zur Produktion des bewegten Bildes. Lange Zeit als reines Kinderspielzeug verkannt, stehen Computerspiele nunmehr im Fokus des gesellschaftlichen Interesses. Das Computerspielemuseum Berlin begleitet diese Entwicklung bereits seit 13 Jahren – fundiert, kritisch, unterhaltsam und inspirierend.

Nach über 30 gefeierten nationalen und internationalen Ausstellungsprojekten hat es nun in Berlin-Friedrichshain eine ständige Bleibe gefunden. „In der neuen Dauerausstellung ‚Computerspiele. Evolution eines Mediums‘ können sich die Besucherinnen und Besucher in die Anfänge des Massenmediums zurückversetzen“ erklärt Museumsdirektor Andreas Lange. „Auf rund 670 Quadratmetern haben wir im ehemaligen Café Warschau eine Spiel- und Experimentierlandschaft geschaffen, die die Technik- und Kulturgeschichte des Computerspiels erlebbar macht. Mediale Inszenierungen und interaktive Exponate laden dazu ein, die historische und zukünftige Entwicklung zu erkunden. Unsere Ausstellung richtet sich inhaltlich wie gestalterisch an ein breites Publikum – an alle Generationen, Schulklassen, Familien, Berlin-Touristen, an Gamer und Spezialisten wie an allgemein Interessierte.“ Anhand von zahlreichen, oft raren Originalexponaten wird die Verschmelzung von Technologie, menschlicher Kreativität und Spiel im historischen Kontext nachvollziehbar. Zudem wird die Frage untersucht, welche Konsequenzen die Digitalisierung mit sich bringt. Die Schau präsentiert das Computerspiel in seinen vielfältigen crossmedialen Bezügen und veranschaulicht an konkreten standortbezogenen Beispielen dessen Produktionsbedingungen. Die Region Berlin-Brandenburg stellt sich dabei als visionärer Standort zur Förderung von digitalen Technologien, Forschung, Spielproduktion, Medienbildung und Game Art vor. Werke internationaler Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen Medienkunst, Game Art, Interaction Design und Performance kommentieren die Veränderung unseres Lebens, die mit der Etablierung neuer virtueller Realitäten einhergeht. Darunter die „PainStation“ aus der Ausstellung des Computerspielemuseums, die unter anderem im MoMA, New York, zu sehen war und nun nach Berlin zurückkehrt.

Die neue Dauerausstellung ist in drei Bereiche gegliedert: Der erste Teil, „Der Spielende Mensch“, veranschaulicht anhand von konkreten Beispielen den kulturtheoretischen Begriff des Homo Ludens und bereitet die Besucher auf die Reise in die Welt des Homo Ludens Digitalis vor. Das Thema Spielmaschinen und Interaktion wird dabei im historischen Kontext eingeführt. Der zweite Teil, „Die Erfindung des digitalen Spiels“, zeigt die Meilensteine der Gameskultur und macht damit die Verschmelzung von Technologie, menschlicher Kreativität und Spiel nachvollziehbar. Darstellungen zur nationalen wie zur internationalen wirtschaftlichen Entwicklung und Bedeutung der Computer- und Videospielwirtschaft komplettieren das Bild. Im dritten großen Teil, „Die Welt des Homo Ludens Digitalis“, nähert sich die Ausstellung dem Thema eher fragend und erkundend: Was genau  verändert die Digitalisierung – gesellschaftlich wie im Blick auf den Einzelnen? Welche Eigenschaften, welche Kenntnisse sind in Zukunft gefragt? Welche Entwicklungen sind nun zu erwarten? Welche Chancen und Risiken gehen mit der Etablierung der virtuellen Welten einher? Welche Wirkung haben Computerspiele auf die Spielenden? Welchen Einfluss hat deren aktive Beteiligung? Wie authentisch oder frei darf reale Geschichte nachgespielt werden? Und wie kommen Gut und Böse in Spielen vor?

Computerspielemuseum
Karl-Marx-Allee 93a, 10243 Berlin


Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Montag 10-20 Uhr, Dienstag geschlossen

 

Ticketpreise:
Erwachsene: 8,00 Euro (Senioren, Studenten, Schüler, Wehr- und Zivildienstleistende, Azubis, Empfänger von Sozialhilfe oder ALG II: 5,00 Euro,  Familienkarte: 15,00 Euro, Gruppen ab 10 Personen: 2,00 Euro je Person)
Mittwochs: Pay-what-you-want-Tag
Buchung Tickets und Führungen können auf der Website oder über die Service-Hotline gebucht werden: Tel. 030 – 609 88 577, computerspiele@xhibit.de

 

Verkehrsverbindungen:
U-Bahn U5 (Weberwiese)
Fernverkehr und S-Bahn S3, S5, S7, S75 (Ostbahnhof)
Bus 350, 240 (Weberwiese)

www.computerspielemuseum.de

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