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MUSIKNEWS

 

31.05.2009

30. Mai 2009 | Berlin (dpa)

Phil Spector zu 19 Jahren Gefängnis verurteilt

 

US-Plattenproduzent Phil Spector (69) muss wegen Mordes an der Schauspielerin Lana Clarkson für 19 Jahre hinter Gitter. Ein Richter sprach damit am Freitag in Los Angeles die Höchststrafe aus.

 

Eine Jury hatte ihn bereits im April für schuldig befunden. In dem vollen Gerichtssaal starrte Spector bei der Urteilsverkündung laut «Los Angeles Times» vor sich hin, zeigte aber keine Reaktion.

 

Das Urteil bedeutet quasi lebenslänglich für den Produzenten, der mit Musikgrößen wie den Beatles, Elvis Presley, Tina Turner und The Ronettes gearbeitet hat. Einen Antrag auf vorzeitige Haftentlassung kann Spector frühestens 2027 stellen. Dann wäre er 88 Jahre alt.

 

Die 40-jährige Schauspielerin Lana Clarkson war im Februar 2003 in Spectors Villa durch einen Schuss in den Mund getötet worden. Der erste Prozess gegen Spector mit mehr als 70 Zeugenaussagen war im September 2007 gescheitert, weil sich die Geschworenen nicht auf ein einstimmiges Urteil einigen konnten. In einem zweiten Prozess hatten ihn dann zwölf andere Geschworene, darunter ein selbst erklärter Spector-Fan, für schuldig befunden, Clarkson getötet zu haben.

 

Reichtum und Ruhm verdankte Spector seiner genialen «Wall of Sound»-Aufnahmetechnik, die er in den 60er Jahren für Hits wie «Be My Baby» und «Chapel Of Love» entwickelt hatte. 1989 wurde er für seine musikalischen Verdienste in die «Rock And Roll Hall of Fame» aufgenommen.

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