MUSIKNEWS
20.07.2009

20.07.2009 | Hamburg (dpa)
Raab sucht deutschen Beitrag für Grand Prix
Hoffnung für den Grand Prix: ProSieben-Entertainer Stefan Raab (42) wird die ARD jetzt doch beim Eurovision Song Contest unterstützen.
Nachdem der 42-Jährige dem Ersten Ende Mai einen Korb gegeben hatte, einigten sich die beteiligten Sender jetzt auf einen gemeinsamen Fahrplan für das Finale am 29. Mai 2010 in Oslo. Danach wird das TV-Publikum zunächst in fünf Vorentscheidungssendungen auf ProSieben, dann im Viertelfinale in der ARD, gefolgt vom Halbfinale auf ProSieben und schließlich im Finale in der ARD live entscheiden, mit welchem Künstler und welchem Song Deutschland in Oslo antreten wird, wie der für den Vorentscheid zuständige Norddeutsche Rundfunk (NDR) am Montag in Hamburg mitteilte.
Moderator und Juryvorsitzender in allen acht Sendungen ist Raab, der dabei von Mitjuroren aus der Musikbranche unterstützt werden soll. Gesucht werden junge, bislang noch unbekannte Künstler. Der Entertainer hat selbst dreimal am Grand Prix teilgenommen: 1998 als Produzent von Guildo Horn (Platz 7), 2000 als Produzent und Sänger mit «Wadde hadde Dudde da?» (Platz 5) und 2004 als Produzent von Max Mutzke (Platz 8). Die ARD hofft so, die deutschen Beiträge beim traditionsreichen europäischen Musikwettbewerb wieder nach oben zu bringen. Der Titel «Miss Kiss Kiss Bang» landete am 16. Mai nur auf Platz 20, im Vorjahr waren die No Angels Letzter.
«Wo, wenn nicht beim Grand Prix, macht ein ungewöhnliches senderübergreifendes Experiment Sinn?», sagte NDR-Intendant Lutz Marmor. «Wenn es um eine so große Sache geht, müssen Grenzen überwunden werden», meinte auch ProSiebenSat.1-TV-Vorstand Andreas Bartl. Eine Zusammenarbeit dieser Art habe es zwischen einer privaten und einer öffentlich-rechtlichen Sendergruppe noch nicht gegeben. «Na also, geht doch....», kommentierte Raab die Entscheidung, der bei ProSieben bereits durch den von ihm geschaffenen Bundesvision Song Contest führt. Nach Angaben von ProSieben soll dieser nun auf die zweite Jahreshälfte verlegt werden. Weitere Details des Projekts wollen die beiden Sender im Spätsommer bekanntgeben




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