MUSIKNEWS
24.01.2009

Die Bilder waren damals legedär: John Lennon und Yoko Ono im Bett!
Die Aktion war so spektakulär die Piepsignale des ersten Sputnik: John Lennon und Yoko Ono im Bett.
Eine Woche lang ließen sich die Frischvermählten vor rund 40 Jahren von morgens bis abends in der Präsidenten-Suite des Amsterdamer Hilton-Hotels im Pyjama fotografieren, filmen und interviewen. «Jeder redet vom Frieden, aber keiner tut etwas dafür», sagte Lennon den Reportern. «Mit diesem Bett-Happening in Amsterdam zeigen wir den Leuten, was man alles machen kann, um zu protestieren.»
Zu jenen, die das «Bed-In for Peace» schwer beeindruckte, gehörte auch Roberto Payer. «Ich war 19 und eigentlich Fan der Rolling Stones», erzählt der Italiener. «Aber was John und Yoko da boten, war Pop-Politik vom Feinsten.» Inzwischen sorgt Payer als Direktor des Hotels gemeinsam mit dem niederländischen Beatles-Fanclub und einigen der damals beteiligten Fotografen dafür, dass die Daunen-Aktion nicht in Vergessenheit gerät.

Auf die Idee zu der spektakulären Bett-Aktion waren John und Yoko angesichts des enormen Interesses der internationalen Presse an ihrer Hochzeit am 20. März 1969 auf Gibraltar gekommen.
Die Botschaft aus Amsterdam hatte der Popstar in einem Satz zusammengefasst, aus dem ein Welthit wurde: «Alles was wir sagen ist: Gebt dem Frieden eine Chance.» Zwei Monate nach dem Bed-In-Auftakt in Holland nahmen John und Yoko «Give Peace a Chance» auf. Der Song wird heute noch bei Demonstrationen wie eine Hymne gesungen. Am 8. Dezember 1980 wurde Lennon in New York von einem geistig verwirrten Attentäter erschossen.
Die Friedensbotschaft von John und Yoko ist heute noch genauso aktuell wie vor 40 Jahren. Seit jenem Tag vor 40 Jahren als die beiden im Pjama auftragen, brachen auf der Welt 139 Kriege aus. (dpa)
Mehr Infos hier: www.fromhollandwithpeace.com




Kommentare