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MUSIKNEWS

 

09.02.2009

09.02.2009

Glückliche Grammy-Gewinner: Berliner Philharmoniker, Robert Plant, Jennifer Hudson und Coldplay

Grammy-Glück für Deutschland: Die Berliner Philharmoniker und der Rundfunkchor Berlin sind erneut Gewinner des begehrten Musikpreises. Die Philharmoniker unter der Leitung von Sir Simon Rattle und der Rundfunkchor unter Simon Halsey bekamen am frühen Montag in Los Angeles gemeinsam einen Grammy verliehen. Sie setzten sich mit dem Choralwerk "Symphony of Psalms" unter anderen gegen das Londoner Symphony Orchestra mit seinem Chor sowie die Warschauer Philharmoniker und ihren Chor durch. Vor einem Jahr hatten die Berliner für ihre CD "Brahms: Ein Deutsches Requiem" ebenfalls zusammen einen Klassik-Grammy errungen.

Der frühere Hard-Rocker Robert Plant von Led Zeppelin und die amerikanische Bluegrass-Queen Alison Krauss haben für ihre ungewöhnliche Zusammenarbeit fünf Grammys eingeheimst. "Raising Sand", die hochgelobte Platte der beiden, wurde in der Nacht zum Montag in Los Angeles in der Königskategorie zum Album des Jahres gekürt. Ihr Song "Please Read The Letter" bekam die Auszeichnung als beste Single des Jahres.

Für die bewegendsten Momente des Abends sorgte US-Sängerin und Oscar-Preisträgerin Jennifer Hudson, deren Mutter, Bruder und kleiner Neffe vor drei Monaten ermordet worden waren. Die 27-Jährige nahm ihren ersten Grammy für das nach ihr benannte Debütalbum unter Tränen von der ebenfalls vom Schicksal gebeutelten schwarzen Sängerin Whitney Houston entgegen.

"Ich möchte zuerst Gott danken, der mir durch das durchgeholfen hat", sagte Hudson mit brechender Stimme. "Ich danke meiner Familie im Himmel und meiner Familie, die heute hier bei mir ist." Im Anschluss sang sie sicher, aber bewegt ihr Lied "You Pulled Me Through" und brach in Tränen aus, als die Zuschauer ihr im Stehen lange Applaus spendeten.

US-Rapper Lil Wayne, der mit acht Nominierungen als Favorit ins Rennen gegangen war, gewann vier der begehrten Preise, unter anderem die Auszeichnung als bestes Rap-Album für seine Platte
"Tha Carter III". Die britische Popband Coldplay, mit sieben Nominierungen zum Start an zweiter Stelle, holte sich dreimal den Zuschlag - darunter der Grammy für den besten Song des Jahres. "So viele Grammys an einem Tag hatten wir noch nie", sagte Leadsänger Chris Martin.

 

Für die Fans der Jonas Brothers gab es eine Enttäuschung: Die amerikanische Teenie-Sensation konnte sich in der Kategorie beste Nachwuchskünstler nicht durchsetzen. Hier siegte die britische Soulsängerin Adele (20), die auch für ihren Song "Chasing Pavements" eine Statue bekam. Jeweils zwei Grammys gingen ebenfalls an den US-Sänger und Gitarristen John Mayer, den schwarzen Sänger und Prediger Al Green, Rapper Kanye West und die Countryband Sugarland.

Die Grammys sind die wichtigsten amerikanischen Musikpreise. Sie werden vom Verband der US-Musikindustrie in insgesamt 110 Kategorien für Klassik und Pop verliehen.

 

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Los Angeles (dpa)

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