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MUSIKNEWS

 

05.02.2010 | London (dpa)

Krise bei EMI verschärft sich

 

Die Krise bei dem hoch verschuldeten Musikkonzern EMI spitzt sich zu. Das britische Unternehmen, bei dem Künstler wie Robbie Williams und Coldplay unter Vertrag stehen, verbuchte im Jahr 2008/09 bis Ende März einen Verlust vor Steuern von 1,75 Milliarden Pfund (2 Milliarden Euro).

 

Hauptgrund waren Abschreibungen in Höhe von mehr als einer Milliarde Pfund, teilte das Unternehmen mit. EMI braucht dringend neues Geld, um liquide zu bleiben. Das Unternehmen war 2007 von dem Finanzinvestor Terra Firma übernommen worden und hat sich als massive Fehlinvestition entpuppt.

Terra-Firma-Eigner Guy Hands muss nun nach Medienangaben möglicherweise eine Finanzspritze von rund 100 Millionen Pfund aufbringen, damit EMI nicht in die Hände der Gläubigerbank Citigroup fällt.

 

Wie andere Musikkonzerne auch leidet EMI unter illegalen Musik-Downloads und dem Einbruch des gesamten Marktes mit Tonträgern. Die Firma ist auch Mittelpunkt eines Rechtsstreits zwischen Terra Firma und der Citigroup. Terra Firma verlangt Entschädigung, weil die Bank sie beim Kauf von EMI angeblich getäuscht hatte. Demnach soll die Citigroup den Preis in die Höhe getrieben haben, indem sie nicht deutlich gemacht habe, dass ein Bieter sich zurückgezogen hatte.

 

Im Zuge eines Sparprogramms strich EMI bereits 2000 Stellen, mehrere wichtige Künstler - zum Beispiel die Band Radiohead - hatten das Label verlassen.

 

www.emimusic.de

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