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50 JAHRE MAUERBAU
- MITTWOCH: TAGE NACH DEM MAUERBAU -
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DEMONSTRATION SCHÖNEBERGER RATHAUS Am 16. August fand von 16.00 bis 17.15 Uhr am Rathaus Schöneberg eine Protestkundgebung statt, an der sich rund 300.000 Menschen beteiligen.
Historische Aufnahmen aus dieser Zeit sehen Sie rechts im Video... |
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ZEITZEUGE WERNER ECKERT
Werner Eckert aus Westend war 1961 bei der Rede von Willy Brandt am Rathaus Schöneberg dabei. Er war Boxer und bis zu seiner Rente Boxtrainer.
Herr Eckert erzählt uns, wie er die Protestaktionen und die Rede Brandts erlebte...

SPANNENDE ERLEBNISSE
Zeitzeugin Ursula Hagenmann
Schwester Ursula Hagemann kommt aus Reinickendorf und wird auch Schwester Ursel genannt. Sie war ihr lebenlang Krankenschwester im Notaufnahmelager Marienfelde bis es geschlossen wurde.

ERSTE OPFER AN DER MAUER
Günter Litfin war das erste Todesopfer an der Berliner Mauer. Litfin versuchte am 24. August 1961 über die zum Lehrter Stadtbahnhof führenden Bahnanlagen zu fliehen. Gegen 16.15 Uhr wurde er von Transportpolizisten entdeckt. Er sprang daraufhin an der Humboldthafenbrücke in den Ost- und West-Berlin trennenden Spandauer Schifffahrtskanal. Kurz vor Erreichen des jenseitigen Ufers wurde er von einem der Polizisten beschossen und durch einen Kopfschuss tödlich verletzt.
Wir sprechen mit dem Bruder Jürgen Litfin, auf dessen Initiative 1992 in Erinnerung an Günter Litfin und an die anderen Mauertoten eine Gedenkstätte eingerichtet wurde. Sie befindet sich im Wachturm der ehemaligen Führungsstelle "Kieler Eck" am Spandauer Schifffahrtskanal.
Hören Sie hier in das INterview mit Günter Litfin... »
Informationen zur Gedenkstätte: www.gedenkstaetteguenterlitfin.de
- Flucht über die Mauer -
Hunderte DDR-Bürger haben bei einer Flucht über Mauer und Stacheldraht ihr Leben riskiert. Einige besonders spektakuläre Wege in die Freiheit:

5. Dezember 1961: Mit einer Dampflok und mehreren Waggons durchbrechen 16 Erwachsene und sieben Kinder die noch provisorischen Gleis-Sperranlagen am Ost-Bahnhof Albrechtshof und setzen sich nach Berlin-Spandau ab.
24. Januar 1962: Vom Keller eines Grenzhauses flüchten 28 Menschen durch einen Stollen unter der Oranienstraße in den Westen - eine der ersten von etwa einem Dutzend geglückter Tunnelfluchten.
8. Juni 1962: Ost-Berliner Schiffer kapern auf der Spree ein Fahrgastschiff und überqueren mit insgesamt 14 Personen an Bord im Kugelhagel den Fluss zum West-Berliner Ufer.
17. August 1962: Der 18 Jahre alte Bauarbeiter Peter Fechter wird beim Versuch, die Mauer an der Zimmerstraße zu überwinden, durch Schüsse von Grenzposten schwer verletzt. West-Berliner Polizisten müssen mehr als eine Stunde lang ohnmächtig zusehen, wie er - noch auf Ost-Berliner Gebiet - verblutet.
26. Dezember 1962: Maschinengewehrsalven können einen gepanzerten Bus nicht stoppen, der am 2. Weihnachtstag mit zwei Familien durch den Kontrollpunkt Drewitz/Dreilinden rast.

17. April 1963: Ein 19 Jahre alter Autoschlosser, der als ziviler Kraftfahrer bei der DDR-Volksarmee arbeitet, durchbricht mit einem gestohlenen Schützenpanzerwagen die Mauer. Dabei wird er durch Schüsse von Grenzsoldaten verletzt.
5. Oktober 1964: Insgesamt 57 Männer, Frauen und Kinder kriechen durch einen etwa 150 Meter langen Tunnel zwischen der Strelitzer Straße und der Bernauer Straße in Berlin-Wedding. Dann wird der Fluchtweg entdeckt, ein Grenzsoldat wird erschossen. Zu den Fluchthelfern gehört der spätere Astronaut Reinhard Furrer.
29. Juli 1965: Vom Dach des Hauses der Ministerien schwebt eine Familie aus Leipzig mit einer selbst gebauten Seilbahn über die Mauer in den Bezirk Kreuzberg. Dort hatten Helfer das Tau verankert. Sowjetische Militärbeobachter sehen zu: Sie glauben an eine Aktion der DDR-Staatssicherheit zur Einschleusung von Agenten in den Westen.

17. April 1963: Ein 19 Jahre alter Autoschlosser, der als ziviler Kraftfahrer bei der DDR-Volksarmee arbeitet, durchbricht mit einem gestohlenen Schützenpanzerwagen die Mauer. Dabei wird er durch Schüsse von Grenzsoldaten verletzt.
5. Oktober 1964: Insgesamt 57 Männer, Frauen und Kinder kriechen durch einen etwa 150 Meter langen Tunnel zwischen der Strelitzer Straße und der Bernauer Straße in Berlin-Wedding. Dann wird der Fluchtweg entdeckt, ein Grenzsoldat wird erschossen. Zu den Fluchthelfern gehört der spätere Astronaut Reinhard Furrer.
29. Juli 1965: Vom Dach des Hauses der Ministerien schwebt eine Familie aus Leipzig mit einer selbst gebauten Seilbahn über die Mauer in den Bezirk Kreuzberg. Dort hatten Helfer das Tau verankert. Sowjetische Militärbeobachter sehen zu: Sie glauben an eine Aktion der DDR-Staatssicherheit zur Einschleusung von Agenten in den Westen.
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