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26.06.2011 | Offenbach

Winkt uns ein warmer Sommer?

Deutschland steht ein traumhafter Sommer bevor - glaubt man der Siebenschläfer-Regel. Danach soll das Wetter sieben Wochen so bleiben, wie es am 27. Juni ist. Und für diesen Tag, den Montag, erwarten die Meteorologen Werte bis 35 Grad und damit vielerorts den bislang heißesten Tag des Jahres.

Ursache ist ein Hoch, das extrem schwüle Luft aus den Subtropen nach Deutschland bringt, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Sonntag in Offenbach mitteilte. Ob die Bauernregel sich aber bestätigt und Fußballfans perfektes Public-Viewing-Wetter beschert, ist ungewiss: «Da geht es nur um Wahrscheinlichkeiten - sicher ist in der Meteorologie gar nichts», meinte ein DWD-Wetterforscher.

Wegen des schnellen Temperaturanstiegs warnt der DWD aber auch vor Kreislaufzusammenbrüchen. Der Wetterumschwung sei, «was die gesundheitlichen Folgen betrifft, schlimmer als jedes in Deutschland übliche Unwetter», hieß es. Belastend für wetterfühlige Menschen sind auch die erwarteten Nachttemperaturen: Vor allem in Städten kühlt es in den kommenden Tagen nicht ab. Dort erwarten die Meteorologen Tropennächte mit Werten von über 20 Grad.

Quelle: dpa

Tipps gegen Hitzebeschwerden und wie man sie vorbeugen kann

 

Am Wochenende noch maximal 22 Grad und Wolken am Berliner Himmel, ab Montag dann Sonne pur und Hitzewelle. Nicht jeder Körper verkraftet das. Das Wetter macht vielen Leuten zu schaffen. Kopfschmerzen, Erschöpfung und Müdigkeit gehören zu den Symptomen der Wetterfühligkeit. Besonders häufig davon betroffen sind Diabetiker, Rheumatiker und Herz-Kreislauf-Patienten. Wir haben für Sie Tipps zusammengestellt, wie Sie Ihren Körper vor Hitze schützen und so auch besser auf den Temperaturumschwung vorbereitet sind.

1. Viel trinken - aber nicht immer gekühlt

Gerade bei Hitze ist es wichtig, dem Körper genügend Flüssigkeit zu liefern. Mindestens 3 Liter am Tag sollten es schon sein. Am besten eigenen sich Wasser und Kräutertees, diese stabilisieren zum Beispiel den Verdauungstrakt. Auch wenn kühle Getränke für kurze Zeit einer Erfrischung dienen, sollte man auf Warmes nicht verzichten. Wenn der Körper sehr aufgeheizt ist und man eiskaltes Wasser trinkt, hat der Körper Schwierigkeiten mit der hohen Temperaturschwankungen zurecht zu kommen. Gekühlte Getränke geben dem Körper ein Zeichen von Kälte und dadurch öffnen sich die Blutgefäße. Die Folge: Man schwitzt noch mehr. Ein Tee kann hingegen wahre Wunder bewirken, Kaffee allerdings entzieht dem Körper wieder die nötige Flüssigkeit.

2. Erste Hilfe bei Schwindelgefühlen und Kopfschmerzen

Bevor man zu Medikamenten greift, sollte man seinem Körper erst eine Pause gönnen. Legen Sie die Beine hoch und erfrischen Sie sich mit einem kalten Waschlappen im Gesicht, Nacken oder als Wadenwickel. Schon eine kurze Pause kann Ihnen helfen sich wieder besser zu fühlen. Auch hier gilt wieder: Trinken Sie ausreichend. Wenn sich die Beschwerden häufen, können Medikamente aus der Naturapotheke helfen. Gegen die Symptome der Wetterfühligkeit gibt es homöopathische Globoli (Kügelchen) und Öle. Um mehr zu erfahren fragen Sie den Apotheker oder Arzt Ihres Vertrauens.

3. Verzichten Sie auf schwere Hausmannskost

Wenn Sie wissen, dass Sie empfindlich auf einen Wetterumschwung reagieren, sollten Sie besonders im Sommer auf zu fette und blähende Nahrung verzichten. Der Körper wirkt zusätzlich belastet, wenn er mit der Verdauung zu kämpfen hat. Leichte Kost ist da ein klarer Vorteil. Auch beim Grillen muss man auf nichts verzichten. Frische Salate als Beilage und Geflügel und frisches Gemüse (wie etwa Zucchini, Paprika und Champions) auf dem Grill eignen sich hervorragend. Übrigens - als kleiner Snack zwischendurch sind Wassermelonen bestens geeignet. Wie der Name schon vermuten lässt, besteht der essbare Teil zu über 95 Prozent aus Wasser. Das erfrischt nicht nur, sondern schmeckt auch noch und ist daher wirklich gesund.

4. Meiden Sie die pralle Sonne

Um den Kreislauf zu schonen ist es besonders wichtig, dass Sie die pralle Sonne meiden. Das bedeutet allerdings nicht, dass Sie sich in dunklen Räumen einschließen müssen. Suchen Sie sich in der Mittagspause z.B. einfach einen Platz im Schatten. Auch bei Besuchen am Strand oder beim Grillen sollten Sie Wert auf einen Sonnenschirm legen. Im Strandbad Wannsee kann man sich beispielsweise schon für 3,- Euro am Tag einen Schirm mieten. So können Sie den Sommer genießen, ohne dass Ihnen die Sonne sofort Unwohlsein beschert.

5. Achten Sie auf die richtige Kleidung

Gerade bei hohen Temperaturen ist es wichtig, dass Sie auf die richtige Kleidung achten. Eine Kopfbedeckung ist gerade bei kleinen Kindern ein Muss. Aber auch Erwachsene können und sollten sich mit einer passenden Kopfbedeckung ausstatten. Ein Basecap oder modische Strohhüte schützen Sie bei langen Spaziergangen oder Fahrten mit dem Cabrio bei Sonnenschein. Frauen aufgepasst - große Schalpphüte sind diesen Sommer zudem ein beliebtes modisches Accessoire. Prinzipiell gilt: Kleiden Sie sich luftig und bequem.

6. Achtung bei sportlichen Aktivitäten

Sie sollten unbedingt vermeiden in der stechenden Mittagssonne Sport zu treiben. Das könnte Ihrem Kreislauf schnell zu schaffen machen. Besser: Sportstunden auf morgens oder abends verlegen, wenn die Tempertauren noch nicht oder nicht mehr auf dem Höhepunkt sind. Außerdem sollten Sie sich überlegen, wo Sie Sport treiben. Ein klimatisiertens Fitnessstudio oder eine kühle Strecke im Wald beim Joggen, sind empfehlenswert, damit Sie ihren Kreislauf schonen. Besonders beim Sport ist es natürlich wichtig, dass man ausreichend trinkt, denn wer viel schwitzt, braucht auch mehr Flüssigkeit.

Auf einen Blick:

 

  • die pralle Sonne meiden
  • in der Sonne eine Kopfbedeckung tragen
  • luftige und bequeme Kleidung erhöhen das Wohlbefinden
  • erlauben Sie Ihrem Körper Pausen
  • Schlafzimmer morgens und abends lüften
  • Sport in der Sonne vermeiden
  • ausreichend trinken
  • bei Unwohlsein den Körper kühlen
  • auf leichte Ernährung achten

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