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17.08.2009

Äthiopien setzt auf Bekele

Nach der Pleite seiner Landsfrauen im 10.000-m-Rennen der Leichtathletik-WM in Berlin soll Äthiopiens Langstrecken-Star Kenenisa Bekele im Männer-Finale am Montag (20.50 Uhr) seinem Heimatland den Erfolg zurückbringen. Die beiden Länder sind seit vielen Jahren auf den Langstrecken Erzrivalen.

Am Samstag hatte Äthiopiens Jahres-Weltbeste Meselech Melkamu das schon sicher geglaubte sechste 10.000-m-Gold in Serie für die Läuferinnen aus dem zehntgrößten Land Afrikas noch verjubelt und der Kenianerin Linet Chepkwemoi Masai zum Sieg verholfen.

Nun soll es Bekele besser machen, der in Osaka vor zwei Jahren den Titel-Hattrick schaffte und über 10.000m in seiner Karriere noch ungeschlagen ist. Seit seinem Erscheinen auf der internationalen Bühne im Jahr 2003 kam in elf Rennen niemand an ihm vorbei. Er hält die Weltrekorde über 5000m (12:37,35 Minuten) und 10.000m (26:17,53), wie zuvor Landsmann Haile Gebrselassie.

Schwester setzt Moses Masai unter Druck

Ausgerechnet Moses Masai, Bruder von 10.000-m-Weltmeisterin Linet, ist in Berlin einer von Bekeles größten Rivalen. "Mach es besser, großer Bruder", forderte Linet Masai von ihm nach ihrem Triumph. Vielleicht ist es ein gutes Omen, dass die beiden Masais im Vorjahr bei Olympia in Peking jeweils Platz vier belegten.

Bei Weltmeisterschaften siegten Kenias Männer erst dreimal über 10.000m, zuletzt 2001 in Edmonton durch Charles Kamathi. Äthiopien heimste schon sieben Erfolge ein. Bei den Frauen stehen fünf Äthiopien-Siege zwei Kenia-Triumphen gegenüber.

© 2009 Sport-Informations-Dienst, Neuss

17.08.2009

Deutsches Trio fordert Issinbajewa

Am Montag versprechen bei der Leichtathletik-WM in Berlin vor allem die Frauen-Wettbewerbe viel Spannung. Über 100m wird die Sprint-Königin gekürt und dabei der Zweikampf zwischen den Sprint-Großmächten USA und Jamaika fortgesetzt.

Im Stabhochsprung ist Olympiasiegerin Jelena Issinbajewa nach der verpatzten WM-Generalprobe in London, ihrer ersten Niederlage seit 17 Monaten, bis in die Haarspitzen motiviert. Etwas überraschend haben sich alle drei deutschen Starterinnen für das Finale qualifiziert. Aus dem Trio Silke Spiegelburg (Leverkusen), Anna Battke (Mainz) und Kristina Gadschiew (Zweibrücken) ist vor allem der deutschen Meisterin Spiegelburg eine Medaille zuzutrauen.

Möldner peilt Top-Acht-Platzierung an

Über 3000m Hindernis peilt die Potsdamerin Antje Möldner nach ihrem deutschen Rekord im Vorlauf (9:21,73 Minuten) einen Platz unter den besten Acht an.

Für das Hammerwurf-Finale haben sich der Leverkusener Markus Esser und deutsche Meister Sergej Litvinov (Frankfurt) qualifiziert, eine Medaille für den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) ist jedoch unwahrscheinlich. Über 10.000m scheint Äthiopiens Ausnahmeläufer Kenenisa Bekele unschlagbar.

© 2009 Sport-Informations-Dienst, Neuss

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