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TIPPS AUS DEM PROGRAMM

 

TANs - Neue Sicherungsverfahren


Die neuen TAN-Verfahren für besseren Schutz beim Online-Banking im Überblick!

18.10.2011 | Hannover

Neue TAN-Verfahren

Das Online-Banking mit Transaktionsnummern (TANs) wird bald ausgedient haben. Viele Banken verteilen die Papierlisten mit den Nummern allerdings weiter an ihre Kunden. Experten raten zu Vorsicht.

Wer nicht auf sicherere Verfahren wie den TAN-Nummern-Versand aufs Handy (mTAN) oder ein Kartenlesegerät umsteigen kann, sollte Online-Bankgeschäfte nur noch unter Linux oder auf einem Mac erledigen, rät die Zeitschrift «c't». Denn alle bekannten Online-Banking-Trojaner, die unter anderem TAN-Nummern abgreifen, seien für Windows-Systeme programmiert und würden von Antiviren-Programmen oft nicht erkannt.

Beim mTAN-Verfahren bekommt der Nutzer eine TAN an eine festgelegte Handynummer geschickt. Diese TAN ist nur wenige Minuten und nur für die eine Transaktion gültig. Auch bei einem TAN-Generator, in das die Bankkarte gesteckt werden muss, ist die im Display angezeigte TAN nur für einen spezifischen Banking-Vorgang zu gebrauchen.

Nicht alle Verfahren für die Freigabe der Online-Buchungen schützen die Daten des Nutzers gleich gut. «Am sichersten sind die Systeme, bei denen das eigentliche Online-Banking und die Übertragung der TAN auf getrennten Wegen erfolgen», erklärt Nora Basting vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn. Das sei beim mobile-TAN- und beim chipTAN-Verfahren gegeben.

Sollten Sie noch das iTAN-Verfahren mit einer ausgedruckten TAN-Liste verwenden, hilft Ihr persönlicher Berater Ihnen sicherlicher bei einem beratenden Gespräch mit der Umstellung auf eines der neuen, sicheren Verfahren.

Quelle: dpa/tmn

SMS-TAN

Nutzen Bankkunden fürs Online-Banking ihr Smartphone, sollten sie sich die SMS-TAN nicht auf dasselbe Gerät schicken lassen. Das sei nach den Geschäftsbedingungen der Geldinstitute verboten, erklärt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Im Schadensfall blieben die Kunden auf ihrem Verlust sitzen, denn die Banken würden keine Haftung übernehmen. Wer trotzdem Überweisungen mit dem Smartphone vornehmen und das SMS-TAN-Verfahren nutzen möchte, muss deshalb für die Zusendung der SMS-TAN streng genommen ein zweites Handy nutzen.

Wer seine Online-Bankgeschäfte «klassisch» am Rechner führt, muss beim SMS-TAN-Verfahren auch Sicherheitsregeln beachten. Das Smartphone, auf das die SMS-TAN geschickt wird, darf während der Überweisung nicht per Datenkabel oder Datenfunk wie Bluetooth mit dem Rechner verbunden sein, erklären die Verbraucherschützer. Denn sonst sei kein ausreichender Schutz vor Viren oder Trojanern gegeben.

chipTAN-Verfahren

Zahlreiche Volks- und Raiffeisenbanken, viele Sparkassen und die Postbank bieten ein weiteres Verfahren an, um auf sicherem Weg eine Transaktionsnummer zu übermitteln. Bei dem «ChipTAN»-Verfahren nutzt der Kunde zwei voneinander getrennte Geräte – so wie bei der mobileTAN. Die Eingabe der Überweisungsdaten erfolgt am Computer, die Anzeige der Daten an einem TAN-Generator, der auf den ersten Blick aussieht wie ein Taschenrechner.

In dieses kleine Gerät wird die EC-Karte des Kunden gesteckt, um eine gültige TAN erstellen zu können. «Betrüger haben somit keine Chance, gleichzeitig beide Geräte für ihre Zwecke zu manipulieren», sagt Postbank-Sprecher Ebert.

Bei einer Komfort-Variante des ChipTAN-Geräts, die rund 15 Euro kostet, muss der Anwender die Daten der Überweisung nicht parallel auf dem TAN-Generator eintippen, sondern kann sie sich am Bildschirm des PCs über Lichtsignale übertragen lassen. Fünf Lichtsensoren an der Rückseite des TAN-Generators nehmen dabei die Informationen in der flackernden Grafik auf dem PC-Monitor auf.

Auf dem Display des TAN-Generators werden dann die Empfängerkontonummer und der Überweisungsbetrag angezeigt. Diese müssen vom User bestätigt werden. Der TAN-Generator errechnet dann die richtige TAN für die Überweisung. Dieses Verfahren kann allerdings mühsam sein. Häufig ist man mehrere Minuten damit beschäftigt, den TAN-Generator in wechselndem Winkel und Abstand vor den Bildschirm zu halten, bis eine Übertragung zustande kommt.

Das ChipTAN-Verfahren gilt allerdings unter Experten als sehr sicher.

Quelle: dpa/tmn

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Online-Banking: Welche Verfahren gibt es?: www.it-sicherheit.de/ratgeber

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik: www.bsi-fuer-buerger.de

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