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TIPPS AUS DEM PROGRAMM

 

TÜV Rheinland testet Lichterketten

 

96 Prozent der vom TÜV Rheinland getesteten Lichterketten sind durchgefallen! Bemängelt wurden schlecht isolierte Stromdrähte oder eine Hitzeentwicklung auf bis zu 250 Grad. Die möglichen Folgen bei diesen Mängeln: Wohnungsbrände und Stromschläge.

 

Ungesicherte Stromkabel, unverständliche Sicherheitshinweise und überhitzende Birnen – die Liste der Mängel ist lang: 23 von 24 Lichterketten, die der TÜV Rheinland getestet hat sind „nicht verkehrsfähig“. Bedeutet laut TÜV Rheinland: „Sie dürften hierzulande so nicht verkauft werden“.

Getestet wurden insgesamt 24 Innenraum-Lichterketten aus Baumärkten, Waren- und Möbelhäusern und aus dem Internet. Ergebnis: Die meisten sind nicht ordentlich beschriftet. Bei 21 sind Sicherheitshinweise unvollständig oder unleserlich gedruckt, bei zweien fehlen sie ganz. Bei vieren können Kabel abreißen, es besteht akute Stromschlaggefahr. Und die 20er-Mini-Lichterkette von KSD erhitzt sich auf bis zu 250 Grad, ist damit ein echtes Brandrisiko.

 

Eine Kette wurde gut getestet: Die CMI-Lichterkette der Euromate GmbH (erhältlich bei OBI).
CMI-Lichterketten finden Sie bei www.obi.de... »

 

Neben der Sicherheits-Prüfung hat der TÜV auch ausgerechnet, wie viel Strom die Ketten verbrauchen. 40 Tage für je 12 Stunden Brenndauer haben die Prüfer angenommen (20 Cent pro Kilowattstunde). Kosten: bis zu vier Euro.

Die besten Tipps, woran Sie eine sichere Lichterkette erkennen:

  1. Sie sollten GS-Prüfzeichen und komplette Herstellerangaben haben.
  2. Wenn Sie nicht zu Hause sind oder schlafen, Lichterketten vom Stromnetz trennen.
  3. Für Kinderzimmer nur Lichterketten mit Trafo und LEDs verwenden. Der Trafo regelt die Spannung herunter und die LEDs werden nicht heiß.
  4. Der TÜV empfiehlt den Kauf von Dekoration mit Leuchtdioden-Technik. LEDs halten länger und verbrauchen weniger Energie.
  5. Kaufen Sie am besten bei größeren Handelsunternehmen und achten Sie zudem auf Beschriftungen in Ihrer Landessprache.
  6. Auch das Prüfzeichen einer unabhängigen Prüforganisation gibt Hinweise darauf, dass der Hersteller auf Qualität Wert legt. Das CE-Zeichen muss generell ebenfalls aufgebracht sein, besagt aber nur, dass der Hersteller selbst versichert, alle Vorgaben der Europäischen Union einzuhalten. Es muss also keine unabhängige Produktprüfung stattgefunden haben.
  7. Lichterketten sollten über einen Transformator verfügen, denn der reduziert die gefährliche Steckdosenspannung.
  8. Zur Lichterkette sollten stets Ersatzlampen dazugehören.
  9. Wer den elektrischen Weihnachtsschmuck außen nutzen will, sollte nur Produkte mit dem Kürzel IP 44 verwenden. Die so gekennzeichneten Produkte müssen wetterbeständig sein und können auch draußen eingesetzt werden. Zusätzliche Sicherheit bieten spritzwassergeschützte Verlängerungskabel.

 

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