TIPPS AUS DEM PROGRAMM

13.05.2009
Burnout: Oft zu spät erkannt
"Manchmal muss Ranklotzen sein" — soviel steht fest. Können Sie sich nach einem harten Jahr in einem Urlaub richtig erholen und freuen Sie sich wieder auf neue Aufgaben, so besteht keine Burnout-Gefahr. Löst aber eine Stressphase die nächste ab, stimmt etwas nicht. Und kann sich der Erschöpfte in der Freizeit nicht mehr regenerieren, sollten die Alarmglocken läuten.
Ein prominentes Beispiel: Der Skispringer Sven Hannawald, der sich im Mai 2004 wegen eines Burnout-Syndroms aus dem Hochleistungssport zurückzog. Der Sportler hatte bereits in den vergangenen Wintern nach anstrengenden Wettkämpfen stets davon gesprochen, dass seine "Akkus leer" seien, er abschalten müsse. "Ich will das Feuer in mir wieder finden", begründete Hannawald. Er wolle seinem Körper die nötige Ruhe geben. Der Sportler machte Urlaub auf Mauritius, in der Dominikanischen Republik und zuletzt auf Ibiza. Doch auch die Auszeiten führten nicht zur Besserung: Die typische Erschöpfung des Burnout-Syndroms in der 1. Phase.
Gereiztheit und Gleichgültigkeit bestimmen in der 2. Burnout-Phase das Berufs- und Privatleben. Gefühllosigkeit und Resignation kommen hinzu. Schließlich kommt es zu einer weitgehenden Kontaktvermeidung. Die Folge: In Meetings zeigen Betroffene kaum mehr Engagement, Telefonate oder persönliche Gespräche werden gekürzt oder ganz vermieden. Für Berufe, in denen man mit Menschen zu tun hat — zumal als Führungskraft — eine Katastrophe. Spätestens in dieser Phase sollte Kontakt zum Arzt aufgenommen werden, um eine Burnout-Erkrankung auszuschließen.
Denn nun ist der psychische und meist auch körperliche Zusammenbruch nicht mehr weit. In der letzten und 3. Phase des Burnout führt der Verlust von Selbstvertrauen zu mangelnden positiven Erlebnissen und schließlich zu Misserfolgen im Beruf. Die eigene Kompetenz wird in Frage gestellt, Leistungsfähigkeit und Produktivität nehmen rapide ab. Schließlich ist Arbeitsunfähigkeit, oft über Wochen und Monate, nicht mehr zu vermeiden
Quelle: www.burnoutpraevention.de

Dagmar Ruhwandl: Erfolgreich ohne auszubrennen. Das Burnout-Buch für Frauen
Klett-Cotta Verlag (Stuttgart) 2007
131 Seiten
12,90 EUR.
www.klett-cotta.de
Inhalt:
Immer mehr Frauen sind Burnout gefährdet oder von Burnout betroffen. Die Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie Dagmar Ruhwandel erläutert in ihrem Buch die Grundlagen des Burnout und die spezielle Gefährdung von Frauen. Das Buch will ilfestellungen für die (Selbst-)Analyse geben und Auswege und Präventionsmöglichkeiten aufzeigen.

Dr. Sabine Gapp-Bauß: Stressmanagement. Zu sich kommen statt außer sich geraten
Param Verlag, Ahlerstedt
208 Seiten
17,80 Euro
Inhalt:
Das Buch will ein übersichtliches Not-Programm geben, Ihre persönliche Stress-Probleme wahrzunehmen, zu erkennen und zu lösen. Es zeigt zudem ein Drei-Schritte-Programm zur langfristigen Erhöhung der eigenen Stress-Toleranz.

Allen Elkin: Stressmanagement für Dummies. Das Pocketbuch
Wiley VCH Verlag
127 Seiten
16,95 Euro.
Inhalt:
Stress erkennen. Stress bekämpfen. Stressfrei leben. Stress ist eine Volkskrankheit. Doch er muss nicht Ihre sein. Allen Elkin zeigt Ihnen, wie Ihren Stress analysieren und mit wenigen Maßnahmen effektiv bekämpfen. Lockern Sie Ihre körperlichen und geistigen Verspannungen und lassen Sie sich fallen in ein stressfreieres Leben.
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