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16.03.2011 | Berlin/München
Mit Kindern über die Japan-Katastrophe sprechen

Bereits Kindergartenkinder sprechen ihre Eltern auf die erschreckenden Bilder aus Japan an. Was für Erwachsenen schon schwer zu verarbeiten ist, für Kinder sind die Bilder noch erschreckender. Wie gehen Eltern und betreuende Erwachsene mit der Situation um, wie kann man die Katastrophe kindgerecht erläutern und geht das überhaupt? Der Versuch, Antworten zu finden:
Eltern sollten ihre Kinder mit den verstörenden Bildern der Erdbebenkatastrophe in Japan nicht allein lassen. Am besten geben Erwachsene ihnen jederzeit die Möglichkeit, über ihre Eindrücke und Ängste zu reden oder Dinge zu erklären.
Kinder im Kindergartenalter - Bilder aus Japan möglichst fern halten
Schon Kinder im Kindergartenalter nehmen wahr, dass das Leid der Opfer «echt» ist. Sie beziehen das Geschehen auf sich und fragen, ob ihnen Ähnliches passieren kann. Eltern sollten solche Ängste ernst nehmen und erklären, dass Japan weit weg ist - z.B. mit den Worten "Du bist hier sicher. Uns passiert nichts." Bei Fragen am besten kindgerecht antworten: "Die Erde hat kräftig gewackelt, ganz viele Häuser sind dabei umgefallen."
Wichtig ist auch, ihnen Möglichkeiten zur Verarbeitung anzubieten: Das kann ein gemaltes Bild oder eine aufgeschrieben Geschichte sein. Das empfehlen die Medieninitiative «Schau hin!» in Berlin sowie der Programmratgeber «Flimmo» in München.

Kinder im Grundschulalter - Fragen ernst nehmen
Älteren Kindern im Grundschulalter ist eher mit Gesprächen und konkreten Informationen geholfen. Eltern orientieren sich am besten daran, wie viel der Nachwuchs erfahren möchte. Wissen Eltern auf Fragen keine Antwort, sollten sie das offen eingestehen. Sätze wie «Das verstehst du noch nicht, dafür bist du noch zu klein» seien dagegen kontraproduktiv: Sie lassen die Kinder mit ihren Ängsten allein. Wählen Sie einfache Worte, um die Fragen der Kinder zu beantworten.
Sollten sich ältere Kinder im Fernsehen informieren dürfen?
Haben Kinder das Bedürfnis sich im Fernsehen zu informieren, sollten sie am besten gemeinsam mit den Eltern Kindernachrichten-Sendungen wie «logo», «neuneinhalb» oder «Lilipuz» anschauen.
Faustregel
Nachrichten für Erwachsene seien erst für Kinder ab zehn Jahren geeignet.
Quelle: dpa
Linktipps:
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flimmo online - Fernsehprogammberatung für Eltern... »
Nachrichten für Kinder bieten...
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BR-Kinderinsel: www.br-online.de/kinder | Online Nachrichten für Kinder: www.blinde-kuh.de




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