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17.03.2010 | Berlin
Radfahr-Metropole Berlin
Berlin rollt: Die Hauptstadt mausert sich zur Radfahrerstadt. Auch im europäischen Vergleich. Radfahren in London oder Rom? Fehlanzeige: kaum Radwege und viel zu gefährlich. Wer sich dort auf seinen Drahtesel schwingt, gilt als tollkühn oder lebensmüde – eben als ein echter Asphalt-Cowboy mit Hang zum Abenteuer.
In Berlin dagegen ist das Zweirad eine echte Alternative zum Auto und zu den öffentlichen Verkehrsmitteln. Auch Fahrradkuriere und Velotaxis sind aus dem Straßenbild nicht mehr wegzudenken.Bis zu 50 Velotaxen fahren im Berliner Betrieb von März bis Oktober 2009 täglich auf vier festen Routen, aber auch – wie andere Taxen – individuelle Strecken. www.velotaxi.de

Call-a-Bike: Die Deutsche Bahn mit einem ganz speziellen Angebot
Mit Call-a-Bike bietet die Deutsche Bahn seit 2002 sehr erfolgreich einen besonderen Service für Fahrradfreunde an: Über die Stadt verteilt stellt die DB an großen Kreuzungen, Fernbahn- und S-Bahnhöfen mehr als 1.600 rot-silberne Trekkingräder auf, die für 8 Cent pro Minute ausgeliehen werden können. Ein ganzer Tag mit dem Call-a-Bike kostet 9 Euro. Das Rad kann man auch an irgendeinem anderen Ort der Stadt wieder abstellen. Weitere Informationen bietet die Internetseite www.callabike.de.

Von Reifenpannen und Fahrradschulen: Service rund ums Rad
Platte Reifen und andere Fahrrad-Pannen sind ärgerlich, können aber mit ein wenig Anleitung behoben werden. Der ADFC bietet in seiner Geschäftsstelle regelmäßig Reparaturkurse an. Ein interessantes Angebot für Berlin-Besucher, die längere Zeit in der Stadt bleiben wollen, ist die Möglichkeit, einen Drahtesel für wenig Geld second hand käuflich zu erwerben. Anschließend kann man das Zweirad – wenn nicht mehr benötigt und immer noch in gutem Zustand – erneut an einen Gebrauchtradhändler verkaufen. Nicht erhältlich beim Fahrradhändler ist hingegen eine Kuriosität, die die Fahrradstation parat hält: das Conferencebike, deutsch Konferenz-Fahrrad. Sieben Erwachsene können gleichzeitig auf dem orange-roten Riesenfahrrad Platz nehmen; die Sättel gruppieren sich wie um einen Konferenztisch, ein Radler sitzt in der Mitte und hält den Lenker in der Hand. Auf der Homepage www.fahrradstation.de kann man vorab einen Blick auf das Mega-Velo werfen. Die Fahrradstation finden Sie sechs mal in Berlin.
Wem ein Tandem genügt, der wird bei Zentralrad in der Kreuzberger Oranienstraße 20 fündig (www.zentralrad.de). Wer’s lieber klein und kompakt mag, findet vielleicht Gefallen an Faltfahrrädern. Die gibt es zum Beispiel bei Christoph Beck in der Goethestraße 79 / Berlin-Charlottenburg. www.faltrad-direktor.de
So manchem Freizeitradler ist der – zugegeben etwas gewöhnungsbedürftige – Großstadtverkehr nicht ganz geheuer. Auf das tägliche Getümmel kann man sich jedoch vorbereiten und einen kleinen Auffrischungskurs in Sachen Radfahren belegen, bevor man sich unter die Velo-Reiter mischt. Radfahrkurse für Erwachsene bietet zum Beispiel Wolfgang Lukowiak an. www.radfahrschule.de

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