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11. SEPTEMBER 2011 | CHRONOLOGIE 2001 | DIE FOLGEN | ENYA - ONLY TIME | AUSSTELLUNGEN
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Wie das Spreeradio-Team den 11. September 2001 erlebt hat...

Wie hast Du von den Terroranschlägen auf das World Trade Center und das Pentagon erfahren?
Ich saß gerade im Klassenzimmer meiner Berufsschule. Die Mittagspause war vorbei als ein Schüler einer anderen Klasse hereinkam und fragte, ob wir gehört hätten, dass zwei Flugzeuge in die Twin Towers geflogen seien. Keiner wusste davon und zur damaligen Zeit gab es noch keine Smart Phones mit denen man im Internet hätte nachschauen können. Ich erinnere mich daran, dass die Anschläge von 9/11 auch Thema im Regionalzug waren, als ich nach Hause gefahren bin. Alle haben darüber gesprochen. Ich hatte bis dahin noch keine Bilder gesehen.
Wie hast Du die Anschläge miterlebt? Was hast Du empfunden?
Den ganzen Abend über verfolgte ich das Nachrichtenspezial mit Peter Klöppel bei RTL. Trotz der enormen geografischen Distanz fühlte ich mich direkt betroffen. Ich war fassungslos und mein Gerechtigkeitsempfinden sagte mir, dass diese Anschläge gerächt werden müssen. Als wenig später Präsident Bush „die Jagd auf Osama Bin Laden eröffnete“ empfand ich das als Genugtuung. Dass daraus ein über Jahre andauernder Krieg mit vielen zivilen Opfern wurde, ahnte ich damals nicht. Heute wissen wir, dass es der falsche Weg war und Gewalt nicht mit Gewalt gelöst werden kann.

Toni Schmitt, Berlin-Reporter
Die Fernseher in der Redaktion von 105`5 SpreeRadio zeigt plötzlich den brennenden Nord-Turm des WTC – mit der Eilmeldung: Flugzeug in Twin-Towers gerast. In solchen Situationen bin ich immer sehr emotional: „Sch…“ rief ich durch die Redaktion, um alle Anwesenden zu alarmieren.
Schnell wurden die Aufgaben verteilt: Meldung OnAir, Anruf bei der Berliner Feuerwehr – wie gehen die Kollegen in NY jetzt vor?, Kontakt zu den Korrespondenten in New York … da krachte die zweite Maschine in den Wolkenkratzer – damit war klar: Piloten- oder Instrumentenfehler scheiden aus, die USA befinden sich im Terror-Krieg. Die Meldungen überschlugen sich (Pentagon, Pensilvania …) ich ging alle 5 Minuten auf Sendung, merkte garnicht, wie alle Kollegen reinkamen, um die Redaktion zu unterstützen. Erst gegen 23 Uhr in einer Kneipe in Mitte hatte ich Zeit zum ‚verdauen‘ und heulen. Ich schlief in einem Hotel in Mitte, um am nächsten Morgen ab 5 Uhr wieder auf der Matte und OnAir zu sein...

Hannes Ebert, Nachrichtenchef
Wie hast Du von den Terroranschlägen auf das World Trade Center und das Pentagon erfahren?
Aus dem Nachrichtenticker kurz vor 14 Uhr per Eilmeldung. (Kleinflugzeug in World Trade Center geflogen – Wetter gut) – habe ich Instinktiv an den Anfang der Nachrichten gezogen.
Wie hast Du die Anschläge miterlebt? Was hast Du empfunden?
Ich musste aus ganz regionalen Nachrichten zum schlimmsten Terroranschlag wechseln, den es jemals gegeben hat. Ich musste Menschen verscheuchen, die in Gruppen hinter mir standen und auf den Fernseher gestarrt haben, ich musste einen klaren Kopf behalten – das Büro des Redaktionsleiters haben wir zur Raucherzone erklärt. Ich habe die seriösesten Nachrichten gemacht, die mein damaliger Sender vermutlich jemals erlebt hat…..

Sebastian Oswald, Moderator/Redakteur
Auch ich kann mich noch sehr gut an diesen Tag erinnern: am 11. September 2011 hatte ich mal wieder eine Vorlesung an der Uni verschlafen, und so war es meine Mutter, die mich mit einem Telefonanruf in meiner Studenten-WG weckte und sagte, ich solle doch unbedingt den Fernseher anmachen. Und wie jeder andere war ich schockiert über die Bilder, die ich dort sah. Am frühen Abend war ich mit Freunden verabredet, wir wollten zu einem Konzert in der Wuhlheide gehen. Auf der Fahrt dorthin geisterten immer neue Mutmaßungen herum und je mehr man über das, was man gesehen hatte, redete, umso mehr bemerkte man seine Sprachlosigkeit. Das Konzert begann mit der Bitte des Sängers, George W. Bush möge jetzt keinen „3.Weltkrieg“ beginnen. Die Band spielte zu Ende, dazu regnete es in Strömen. Es war eine Geisterstimmung, in der Wuhlheide, an diesem 11. September.

Marie Griebsch, Moderatorin/Redakteurin
„Scheisse Griebsch, unser Kollege ist nicht nur in New York er ist genau zwischen den beiden Türmen- im Hyatt!“
Diesen Satz von meinem damaligen Chef habe ich noch ganz genau im Ohr und werde ihn wohl auch nie vergessen.
Ich saß am Dienstag, 9.11.2011 in der Redaktion und habe meine Sendung vorbereitet, als das erste Flugzeug in den Nord Turm einschlug. Zuerst dachten wir alle an ein Unglück und wurden schon 17 Minuten später eines Besseren belehrt. Um 15.03 (unserer Zeit) steuerte der zweite Flieger auf den Süd Turm des WTC und ich stand bei meinem Chef im Büro.
Ich: „Chef, unser Nachmittagskollege Alex ist doch mit unseren Gewinnern in New York!“
Chef: „ Der ist nicht nur in New York, er ist genau zwischen den beiden Türmen- im Hyatt“
Ich: „Ok, dann haben wir jetzt ein verdammtes Problem!“
Es dauerte 7 Stunden bis wir ein erstes Lebenszeichen von Ihm und unseren Gewinnern hatten. Alex meldete sich auf unser Blitzerhotline und mir fiel der größte Stein vom Herzen den ich bislang mit mir rumtrug. Er und unsere beiden Gewinner wurden von Hotelmitarbeiten aus den Zimmern gejagt, als das zweite Flugzeug in den Süd Turm einschlug. Alex lag noch im Bett und wunderte sich über die Papierschnipsel, die vom Himmel flogen. Dachte sich aber „ Ach ich bin in New York, da ist alles möglich“ In Unterhose flüchtete er aus dem Hotel in Richtung Wasser. In der pakistanischen Botschaft dann, konnte er seine Familie und uns nach endlosen Stunden des Bangens erreichen.
Mir selbst wurde das ganze Ausmaß dieses Anschlags erst 24 Stunden später wirklich bewusst. Ich habe die Nacht durchgesendet. Erst als ich am Mittwoch gegen 14 Uhr zuhause auf meinem Sofa saß liefen mir die Tränen und selbst heute, wenn ich an diese Geschichte denke, muss ich schlucken!

Jana Schmidt, Reporterin/Redakteurin
Ich war damals noch Studentin und hatte an dem Tag frei. Nach ausgiebigem Studenten-Frühstück (also sehr spät) war ich Zuhause, als mich meine Mutter anrief mit den Worten „Mach mal den Fernseher an – da ist irgendwas ganz schlimmes in Amerika passiert“. Soweit ich mich erinnern kann, flog grade das zweite Flugzeug in den Turm, als ich den Fernseher anmachte. Ich kannte zum Glück niemanden vor Ort, um den ich mir Sorgen machen musste. Aber ich war abends dann mit ein paar Freunden im Kino – und ich kann mich noch dran erinnern, dass ich mich irgendwie ganz schlecht gefühlt hab…
Ihre Geschichte
Wie haben Sie von den Anschlägen erfahren?
Wie haben Sie diese miterlebt und was haben Sie dabei empfunden?




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