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28.10.2011 | Berlin

Hintergrund: Flutkatastrophen in Großstädten

Die Flut in Thailand setzt immer größere Teile der Hauptstadt Bangkok unter Wasser. Das Drama in der Millionenmetropole erinnert an frühere Überschwemmungskatastrophen in Großstädten.

HAMBURG, Februar 1962: Das Tief «Vincinette» verursacht in Norddeutschland die folgenreichste Sturmflut der Bundesrepublik. In Hamburg brechen Deiche, allein dort sterben 315 Menschen, mehr als 70 000 werden obdachlos. Die Flut verursacht in der Hansestadt einen Schaden von rund 873 Millionen Mark.

VENEDIG, November 1966: Ein Tief über der Adria mit extremem Regen sorgt für das bis dahin schlimmste Hochwasser in der Lagunenstadt. Ein Sturm aus Süden verhindert das Abfließen des Wassers. Paläste, Kirchen, Geschäfte und Wohnungen werden überflutet. Auf dem Markusplatz steht das Wasser 1,20 Meter hoch.

DRESDEN, August 2002: Das Atlantik-Tief «Ilse» ist für Starkregen entlang der Elbe und die daraus entstehende «Jahrhundertflut» verantwortlich. In Dresden stehen der Hauptbahnhof sowie die Altstadt mit Semper-Oper, Zwinger und Frauenkirche unter Wasser. Der Schaden in Dresden beträgt 962 Millionen Euro.

DHAKA, Sommer 2004: Bei den schwersten Monsun-Regenfällen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in der Hauptstadt von Bangladesch sterben von Juli bis September Dutzende Menschen. Bis zu 40 Prozent der Zehn-Millionen-Metropole stehen wochenlang unter Wasser.

NEW ORLEANS, August 2005: Als Hurrikan «Katrina» die Südküste der USA verwüstet, wird die Touristenmetropole zu 80 Prozent überschwemmt. Mehr als 800 Menschen sterben in New Orleans, 400 000 Einwohner flüchten aus der Stadt.

MUMBAI, Juli 2009: Heftiger Monsunregen setzt erneut weite Teile der westindischen 20-Millionen-Stadt unter Wasser. Bereits im Monsun 2005 hatten Überflutungen für katastrophale Zustände gesorgt. Allein in Mumbai waren damals rund 430 Menschen ums Leben gekommen.

BRISBANE, Januar 2011:
Die verheerenden Überschwemmungen im Nordosten Australiens erreichen auch die drittgrößte Stadt des Kontinents. In Brisbane werden 20 000 Häuser überflutet. Zehntausende der 1,5 Millionen Einwohner flüchten aus der Stadt.

Quelle: dpa

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