AKTUELL


12.02.2010 | Berlin (dpa)
Marlene Dietrich bekommt den ersten Stern
Feierliche Enthüllung auf dem Berliner Boulevard der Stars: Marlene Dietrich (1901-1992) wird auf der Potsdamer Straße vor dem Filmmuseum mit dem ersten Stern geehrt. Nach der Filmlegende aus dem «Blauen Engel» ist schon der Platz vor dem Berlinale-Palast benannt. Bis die Berliner Antwort auf den Hollywood-«Walk of Fame» fertig ist, dauert es noch ein paar Monate. Die Eröffnung mit den ersten 40 Sternen ist für September geplant. Auf dem roten Teppich aus Asphaltguss sollen Film- und Fernsehschaffende vor und hinter der Kamera geehrt werden. Durch eine Art Guck-Kasten wird es so aussehen, als ob die Stars über den Messingsternen schweben. Auch ein Autogramm ist eingraviert, das sich Besucher mit Bleistift und Papier abpausen können. Die Enthüllung stand am Freitagnachmittag auf dem Programm.
BERLINALE-SPLITTER
12.02.2010 | Berlin (dpa)
Festival-Eiszeit - Kosslick mit Ohrenschützern
Die Eröffnungsgala hatte diesmal coolen Glamour. So eisig und verschneit war es bei der Berlinale schon lange nicht mehr. Festivalchef Dieter Kosslick schützte sich mit bären-verzierten Ohrenschützern. Das Team des chinesischen Eröffnungsfilms bekam fürsorglich Berlinale-Schals. Renée Zellweger und Tilda Swinton zogen in blauen Abendkleidern die Blicke auf sich. Max Raabe und Orchester verbreiteten 20er-Jahre-Flair. Moderatorin Anke Engelke flachste mit Kosslick und fand eine Eselsbrücke für den Namen des chinesischen Jurymitglieds Yu Nan: «Ja nun». Berlins «Regierender» Klaus Wowereit schenkte Kosslick zum 60. Geburtstag des Festivals einen weißen Porzellan-Bären - und der reichte ihn prompt an seinen Vorgänger Moritz de Hadeln weiter. Gefeiert wurde anschließend im ehemaligen Café Moskau, wo Sterneköche für die Gäste wirbelten.
12.02.2010 | Berlin (dpa)
Berlinale-Retrospektive mit Jeanne Moreau
Zum runden Berlinale-Geburtstag werfen Regisseure und Schauspieler einen Blick zurück auf 60 Jahre Festival-Geschichte. In der Retrospektive-Sektion werden Filme gezeigt, die in den vergangenen Jahrzehnten das Publikum begeistert haben. Zum Teil sind die Stars von damals selbst dabei: So präsentiert die Französin Jeanne Moreau (82) an diesem Samstag den Film «La Notte», der 1961 den Goldenen Bären gewann. Später am Abend kommt Schauspieler Bruno Ganz zu «In der weißen Stadt». Am Sonntag ist der britische Regisseur Stephen Frears bei der Vorführung seines Gruselstreifens «Mary Reilly» zu Gast. Andere Höhepunkte der Sektion sind «Ekel» von Roman Polanski, Werner Herzogs «Lebenszeichen» oder «Solo Sunny» von Konrad Wolf. In der Deutschen Kinemathek im Filmhaus am Potsdamer Platz sprechen Kinoschaffende über ihre Arbeit und ihre langjährige Verbindung zur Berlinale.
12.02.2010 | Berlin (dpa)
«Renn, wenn du kannst» - junges Deutsches Kino
Vorhang auf für den Nachwuchs: Der erste Film der Berlinale-Reihe Perspektive Deutsches Kino heißt «Renn, wenn du kannst», Regie führt Dietrich Brüggemann. Darin spielt Robert Gwisdek (der Sohn von Michael Gwisdek und Corinna Harfouch) einen zynischen Rollstuhlfahrer, Jacob Matschenz ist sein Zivi. 14 Spiel- und Dokumentarfilme laufen in der Reihe. Dazu gehören Carolin Schmitz' «Porträts deutscher Alkoholiker». Auch «WAGs» sind dabei. Der Film von Evi Goldbrunner und Joachim Dollhopf widmet sich Frauen von Fußballspielern, Wives and Girlfriends - kurz WAGs - genannt. Ein Heimspiel: Es geht um den Verein Hertha BSC.
12.02.2010 | Berlin (dpa)
Berlinale-Partys - vom «Cookies» bis zum Luxushotel
Geht es nach der Zahl der Partys, so ist bei der Berlinale von einer Krise wenig zu spüren. Schauplätze sind die Landesvertretungen, das Ritz-Carlton, die Akademie der Künste, das Palais am Festungsgraben oder der Club «Cookies». Bei Martin Scorseses «Shutter Island» klingt die Einladung gruselig. Die alte Münz-Prägeanstalt wird ins «Ashecliffe Hospital» verwandelt. Wer kommen wollte, musste folgendes ankreuzen: «Hiermit erkläre ich mich einverstanden, für jegliche Untersuchungen, Experimente und Fluchtversuche zur Verfügung zu stehen.»
www.berlinale.de




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