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12.02.2010 | Berlin (dpa)

Begeisterung über Neufassung von «Metropolis»

Bei drei gleichzeitigen Uraufführungen in Berlin und Frankfurt ist die restaurierte Fassung des Stummfilm-Klassikers «Metropolis» begeistert gefeiert worden. Am Brandenburger Tor und im Friedrichstadtpalast in Berlin sowie in der Alten Oper in Frankfurt zeigte sich das Publikum bewegt, das legendäre Meisterwerk von Fritz Lang erstmals seit mehr als 80 Jahren wieder in einer fast kompletten Fassung zu sehen. Kulturstaatsminister Bernd Neumann nannte den Film bei der Berlinale-Gala ein «Juwel unseres nationalen kulturellen Erbes».

Nach dem überraschenden Fund einer Originalversion des Meisterwerks von Fritz Lang in Argentinien vor zwei Jahren konnte der Film in mühevoller Kleinarbeit restauriert werden.

«Metropolis» zählt zum Weltkulturerbe und gilt als einer der bekanntesten Science-Fiction-Filme aller Zeiten. Schon wenige Monate nach der Uraufführung von Langs Epos am 10. Januar 1927 in Berlin hatte der zweieinhalbstündige Streifen um fast eine halbe Stunde gekürzt werden müssen - er war an den Kinokassen gefloppt. Die herausgeschnittenen Szenen galten jahrzehntelang als verschollen, bis 2008 in einem kleinen Museum in Buenos Aires eine - allerdings arg lädierte - Originalversion entdeckt wurde.

Die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung in Wiesbaden, die das 1945 beschlagnahmte Reichsfilmvermögen verwaltet, hat in einem aufwendigen Verfahren eine Restaurierung besorgt. Bild für Bild wurden die Schäden des Filmmaterials digital behoben und dann mit Hilfe einer erhaltenen Klavier-Partitur in der richtigen Reihenfolge montiert. Die Geschichte um eine futuristische Stadt, deren Bewohner in eine reiche und eine arme Klasse unterteilt sind, hat dadurch wieder mehr Tiefe bekommen.

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