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Premiere ''Der Räuber''
Fotos
15.02.2010 | Berlin (dpa)

«Der Räuber»: Erster deutscher Film im Wettbewerb

Mit viel Aufmerksamkeit ist am Montag der erste deutsche Film im Berlinale-Wettbewerb aufgenommen worden. Der 35-jährige, aus Tübingen stammende Regisseur Benjamin Heisenberg schickte sein Drama «Der Räuber» ins Rennen um den Goldenen  Bären. Nach einer wahren Geschichte erzählt sein Film von einem besessenen Marathonläufer, der in Österreich eine Reihe von Banküberfällen begeht und dann eine spektakuläre Flucht startet.

Heisenberg («Schläfer») bezieht sich mit seiner sehr konzentriert erzählten und mit hervorragenden Schauspielern besetzten Story auf den Fall eines Verbrechers, der Ende der 80er Jahre als Pumpgun-Ronnie in die österreichische Kriminalgeschichte einging.

Der Zuschauer begleitet den «Räuber» Johannes Rettenberger, mit immenser Intensität gespielt von dem Österreicher Andreas Lust, schon im Gefängnis, wo er auf einem Laufband für Wettkämpfe trainiert. Tatsächlich ist der Mann so gut, dass er bei verschiedenen Ausscheidungen mitläuft, gewinnt und es mit seiner sportlichen Leistung bis ins Fernsehen schafft.

Das passt dem «Räuber» ebenso wenig wie die Tatsache, dass ihm sein Bewährungshelfer auf die Pelle rückt. Und dann verliebt sich der Gangster auch noch. Die Liebe zu Erika (Franziska Weisz) stört den Lauf seiner Dinge massiv. Am Ende rennt der «Räuber» um sein Leben.

Im offiziellen Wettbewerb der 60. Internationalen Filmfestspiele Berlin (bis 21.2.) laufen drei Filme von deutschen Regisseuren. Am Mittwoch stellt Burhan Qurbani, in Deutschland aufgewachsener Sohn afghanischer Flüchtlinge, sein Werk «Shahada» über junge Muslime in Berlin vor.

Am Donnerstag wird mit Spannung Oskar Roehlers «Jud Süß - Film ohne Gewissen» erwartet. Der Regisseur von «Elementarteilchen» und «Alter Affe Angst» erzählt mit Tobias Moretti und Moritz Bleibtreu in den Hauptrollen die Entstehungsgeschichte des berüchtigten Nazi-Propagandafilms von Veit Harlan.

www.berlinale.de

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