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Neuerungen der Formel-1-Saison 2010
Mehr Teams, mehr Punkte, mehr Rennen: Der Internationale Automobilverband FIA hat Neuerungen für die neue Formel-1-Saison beschlossen. Die Deutsche Presse-Agentur dpa dokumentiert die wichtigsten Änderungen für 2010.

PUNKTSYSTEM: Zehn statt wie bisher acht Fahrer erhalten Punkte. Der Sieger bekommt künftig 25 Zähler anstelle von 10. Die weitere Punktwertung von Rang zwei bis zehn: 20, 15, 10, 8, 6, 5, 3, 2, 1.
RENNKALENDER: 19 Rennen sind geplant, zwei mehr als in der letzten Saison. Südkorea feiert seine Premiere, Kanada kehrt zurück. Der Große Preis von Deutschland wird am 25. Juli in Hockenheim ausgetragen.
GRÖSSERES STARTERFELD: 12 Teams haben einen Startplatz erhalten, zwei mehr als im letzten Jahr. Neu sind BMW-Nachfolger Sauber, Lotus, Virgin und Campos. Mercedes fährt nach der Übernahme von Konstrukteurs-Weltmeister Brawn mit einem eigenen Werksteam. Nicht mehr dabei: BMW und Toyota.

VERÄNDERTER K.O.-MODUS: Da mehr Fahrer dabei sind, wird der Modus für das Ausfahren der Startaufstellung leicht geändert. In den ersten beiden Zeitabschnitten scheiden jeweils die acht langsamsten Piloten aus. So können in der entscheidenden Phase auch weiterhin die besten Zehn die Top Ten ausfahren.
TANKVERBOT: Es ist der einschneidendste Eingriff. Nachtanken ist von 2010 an untersagt. Die Folge: Die Rennwagen müssen mit größeren Tanks ausgerüstet werden, starten mit deutlich höherem Gewicht in die Rennen als bisher. Es wird noch mehr als jetzt schon auf eine glückliche Hand mit den weichen und harten Reifen ankommen.
BUDGET: Das Budget darf nicht über 100 Millionen Euro betragen.
MITARBEITER: Die Zahl der Mitarbeiter an einem Rennwochenende wird auf 45 pro Team begrenzt.
Monte Carlo (dpa)

11.12.2009 | Monte Carlo (dpa)
Formel-1-Saison 2010: Start und Ende in der Wüste
Die kommende Formel-1-Saison startet und endet in der Wüste. Der Internationale Automobilverband FIA entzog Brasilien am Freitag in letzter Minute das WM-Finale 2010 und entschied sich wieder für Abu Dhabi. Der Grand Prix im Emirat wurde auf den 14. November gelegt. Den Auftakt für die Weltmeisterschaft macht am 14. März Bahrain. Das beschloss der Motorsport-Weltrat der FIA bei seiner Sitzung in Monte Carlo. Insgesamt stehen im offiziellen Kalender wie erwartet 19 Rennen. Hockenheim ist am 25. Juli Austragungsort des Großen Preises von Deutschland. Zudem beschloss die FIA die Änderung des Punktesystems. Der Sieger erhält künftig 25 Zähler. Die ersten zehn Fahrer bekommen Punkte.
Zwischen Abu Dhabi und Brasilien hatte es hinter den Kulissen ein zähes Ringen um den Saisonabschluss gegeben. Nachdem der Wüstenstaat bei seiner Premiere in diesem Jahr das Finale ausrichten durfte, sollte ersten Entwürfen zufolge 2010 wieder Sao Paulo den Schlusspunkt setzen. Doch nun zog die FIA das Rennen in Brasilien um eine Woche auf den 7. November vor und vergab den Finaltermin wieder an Abu Dhabi.

Weiter auf dem Plan steht auch der neue Grand Prix in Südkorea. Allerdings muss die Strecke in der Provinz Yeongam, auf der am 24. Oktober gefahren werden soll, noch vom Weltverband abgesegnet werden. Die Ausrichter betonten in Monaco, der Bau des Kurses sei voll im Plan. «Wir wollen die Arbeiten am 5. Juli abschließen. Bisher sind 60 Prozent fertig», sagte Strecken-Geschäftsführer Kevin Lee. Einziges Problem sei derzeit noch die Unterbringung der Fans.
Neu ist im kommenden Jahr auch die Punktwertung. Die Formel-1- Kommission unter Vorsitz von Bernie Ecclestone hatte dem FIA-Weltrat am Donnerstag ein verändertes System vorgeschlagen, weil künftig 13 statt wie zuletzt zehn Rennställe an den Start gehen werden. Der Verband billigte diesen Plan. Bislang gab es für einen Grand-Prix- Erfolg zehn Punkte, nun sind es 15 mehr. Für die Plätze zwei bis zehn werden die Punkte so vergeben: 20, 15, 10, 8, 6, 5, 3, 2, 1. Das bis zur abgelaufenen Saison angewendete System mit Punkten für die ersten Acht war 2003 beschlossen worden.
Neben der Formel 1 sollen auch in allen anderen Motorsport-Serien der FIA künftig bei jedem Rennen Bevollmächtigte den neuen Verbandschef Jean Todt vertreten. Der Weltrat sprach sich in Monte Carlo für die Berufung der Beauftragten aus. Diese sollen direkt an Todt berichten, aber keine unmittelbare Entscheidungsbefugnis haben. Für Sportgerichts-Urteile sind in erster Instanz weiter die Rennkommissare zuständig. Künftig sollen bei jedem Rennen vier statt bisher drei Stewards zum Einsatz kommen. Zudem sollen in dieses Gremium künftig auch ehemalige Formel-1-Piloten einziehen.




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