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Pollenkalender 2010 Pollenvorhersage

Allergiezeit

Birkenpollen kommen mit Macht


Mit den milderen Temperaturen beginnt auch wieder die Leidenszeit für Allergiker: Die ersten warmen Frühlingstag werden nach Einschätzung von Medizinern einen massiven Pollenflug auslösen. «Der Pollenflug kommt spät, aber mit Macht», sagte Prof. Hans  Merk, Präsident des Ärzteverbands Deutscher Allergologen, in Aachen. Das langanhaltende Winterwetter habe die Baumblüte zwar etwas verzögert, aber Hasel- und Erlenpollen seien inzwischen in der Luft. Nun kommen die Birkenpollen hinzu - und zwar dieses Mal besonders kräftig. Birkenpollen gehören zu den Hauptauslösern von Heuschnupfen und allergischem Asthma.

Birken setzten alle zwei Jahre besonders viele Pollen frei. «2010 ist ein Mastjahr für die Birken. Vermutlich kommt es bei Patienten mit einer Birkenpollenallergie in diesem Jahr zu besonders heftigen Allergiesymptomen», sagte Merk. Menschen, die bislang noch keine Probleme mit Heuschnupfen hatten, könnten wegen der Stärke des Pollenflugs zum ersten Mal Beschwerden bekommen. Wer also in diesen Wochen unter Schnupfen, Niesen oder Husten leidet, solle bedenken, dass nicht unbedingt eine Erkältung dahinter steckt, erklärte Merk, der Allergologe an der Aachener Universitäts-Hautklinik ist.

Meistens beginne der Birkenpollenflug Mitte März und erreiche im April seinen Höhepunkt. Allerdings hänge die Stärke der Pollenbelastung von Witterungsverhältnissen wie Temperatur, Wind und Niederschlag ab. - Aachen (dpa)

Tipps für Pollenallergiker

  • Halten Sie sich in der Zeit, in der Ihre Pollen intensiv fliegen, und an windreichen Tagen möglichst wenig im Freien auf
  • Vermeiden Sie im Freien vor allem anstrengende Betätigungen (Sport)
  • Gehen Sie am besten nach 18.30 Uhr spazieren - die Pollenkonzentration ist dann in der Luft am niedrigsten
  • Nicht mit den Händen in den Augen reiben
  • Legen Sie Ihren Urlaub möglichst in die Zeit, in der zu Hause die meisten Pollen fliegen. Reisen Sie in allergenarme Gebiete, z. B. auf Inseln, ans Meer oder ins Gebirge.
  • Beim Autofahren die Fenster schließen und Lüftung ausschalten
  • Lassen Sie einen Pollenfilter im Auto einbauen
  • Lüften Sie Ihre Wohnung in der Stadt morgens zwischen 6 und 8 Uhr
  • Lüften Sie Ihre Wohnung in ländlichen Gebieten abends zwischen 19 und 24 Uhr
  • Bringen Sie Pollenschutzgitter an Fenstern an
  • Ihr Staubsauger sollte einen speziellen Feinstaubfilter haben - Filtertüte mindestens alle zwei Wochen austauschen - Allergiker sollten selbst nicht saugen
  • Waschen Sie sich die Haare bevor Sie schlafen gehen
  • Legen Sie Ihre Straßenkleidung vor dem Schlafzimmer ab - so bleibt das Schlafzimmer pollenfrei
  • Hängen Sie Ihre Wäsche nicht zum Trocknen nach draußen
  • Tragen Sie im Freien eine Brille oder Sonnenbrille - hält die Pollen ein wenig von den Augen fern


Was hilft?
Leider gibt es keine Medikamente, die heilend wirken. Bei Beschwerden können Sie aber Medikamente nehmen, die die Symptome lindern. Zu empfehlen sind Allergie-Tabletten (Anti-Histaminika) sowie abschwellende Nasensprays aus der Apotheke. Cortison (Spray oder Tablette) nur bei schweren Fällen einsetzen, beim Arzt erfragen.


Langfristige Hilfe?
Eine Hyposensibilisierung (Allergie-Impfung) ist sinnvoll - am Ende der Pollen-Saison! Fragen Sie Ihren Arzt, ob Beweise für die Wirksamkeit der jeweils empfohlenen Therapie (gibt es als Spritze, Tabletten oder Tropfen) vorliegen.

 

Das Institut für Meteorologie der Freien Universität Berlin zählt die Pollen und gibt die aktuellen Polleninformationen heraus: www.met.fu-berlin.de/de/polleninfo

 

» Informationsmaterial vom Institut für Meteorologie «


» Der Pollen-Kalender 2010 (pdf)... «


Detaillierte und aktuelle Informationen zum Pollenflug in den einzelnen Regionen finden Allergiker im Internet, zum Beispiel beim Deutschen Wetterdienst... »

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