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25.07.2010 | Duisburg
Chronologie: Die Ereignisse am Tag der Tragödie
Die Loveparade begann als Party und endete in einer Katastrophe. Ein Überblick über die Ereignisse:
SAMSTAG, 24. Juli:
14 Uhr: Die Loveparade startet. Hunderttausende Techno-Fans feiern auf dem Gelände des alten Güterbahnhofs in Duisburg.
Zwischen 16 und 17 Uhr: Bei der Abschlusskundgebung entsteht ein Gedränge unter den Besuchern vor dem Eingang des Geländes. Als Gäste sich über eine gesperrte Treppe retten wollen, stürzen einige nach Angaben von Augenzeugen in die Menge. Eine Massenpanik entsteht.

18 Uhr: Die Polizei berichtet von zehn Toten vor dem Eingang des Geländes. Zehn Besucher müssen demnach reanimiert werden, 15 weitere werden verletzt.
Kurz nach 18 Uhr: Viele Menschen weichen auf die Gleise in der Nähe des Geländes aus. Der Hauptbahnhof wird gesperrt.
18.30 Uhr: Die Stadt spricht inzwischen von 45 Verletzten. Am Rande des Geländes kümmern sich viele Ärzte um die Besucher. Um eine mögliche weitere Panik zu verhindern, läuft die Veranstaltung weiter.
19 Uhr: Nach der Katastrophe fahren wieder erste Züge der Deutschen Bahn. Zusätzlich werden 120 Busse eingesetzt.

19.25 Uhr: Die Polizei ändert ihre Angaben auf 15 Tote.
23.20 Uhr: Die Zahl der Opfer erhöht sich auf 18.
SONNTAG, 25. Juli:
03.30 Uhr: Nach Angaben der Polizei sind 19 Menschen gestorben. Mehr als 340 Menschen sind verletzt.
12 Uhr: Der Organisator der Loveparade verkündet das Aus der Veranstaltung.
Quelle: dpa
25.07.2010 | Duisburg
Hintergrund: Wie kam die Loveparade nach Duisburg?

Die in Berlin gegründete Loveparade ist im Sommer 2007 erstmals ins Ruhrgebiet gekommen. Die Massenveranstaltung hatte ihre Heimat an der Spree verlassen, weil sich die Veranstalter nicht mit dem Senat über die weitere Zusammenarbeit einigen konnten.
Fünf Jahre lang sollte die Techno-Party dann nacheinander durch Essen, Dortmund, Bochum, Duisburg und Gelsenkirchen touren. 2009 fiel die Veranstaltung in Bochum wegen Sicherheitsbedenken aus.
Beinahe wäre auch die Loveparade in Duisburg gescheitert: Der hoch verschuldeten Stadt fehlten zunächst 840 000 Euro unter anderem für Sonderbusse, Absperrungen und andere Sicherheitsmaßnahmen. Wegen der Finanznot der Stadt hatte die Kommunalaufsicht dem Innenministerium und der Bezirksregierung die Ausgaben zunächst untersagt. Schließlich finanzierten Sponsoren und das Land Nordrhein-Westfalen die Liebesparade auf dem Gelände eines ehemaligen Güterbahnhofs.
Quelle: dpa
25.07.2010 | Berlin
Hintergrund: Bekannteste Technoparty der Welt

Die Loveparade ist die bekannteste Technoparty der Welt. Sie wurde 1989 von Elektro-DJ Dr. Motte in Berlin gegründet, damals tanzten auf dem Kurfürstendamm unter dem Motto «Friede, Freude, Eierkuchen» lediglich rund 150 Raver zur Elektromusik. Auf dem Höhepunkt im Jahr 1999 pilgerten dann 1,5 Millionen Menschen nach Berlin.
Auf Trucks mit Megaanlagen fahren DJs und Raver, darum herum tanzen die - meist verrückt und extrem spärlich gekleideten - Technofans zu ohrenbetäubenden Lärm. Drogen und Alkohol spielen dabei oft eine große Rolle.
Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts fand die Loveparade 2001 erstmals nicht als politische Liebes-Demonstration, sondern als kommerzielle Veranstaltung statt. Vor drei Jahren zog die Parade von Berlin ins Ruhrgebiet.




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