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07.09.2010 | Berlin
Verschwundene Kinder - aufsehenerregende Fälle
Jährlich werden tausende Kinder als vermisst gemeldet. Viele von ihnen tauchen wieder auf. Allerdings kommt es auch immer wieder zu schrecklichen Verbrechen. Beispiele:

14. September 2009: Kassandra (9) aus Velbert bei Essen kommt von der Hausaufgabenbetreuung nicht nach Hause. Sie war im Spieltreff, der nur wenige hundert Meter von ihrem Elternhaus entfernt liegt. Am folgenden Tag entdeckt ein Spürhund das schwer verletzte Mädchen in einem Kanalschacht. Ärzte retten ihr Leben in einer Not-Operation. Im April 2010 wird der Täter zu achteinhalb Jahren Jugendhaft wegen versuchten Mordes verurteilt. Die Verteidigung legt Revision ein.
12. Januar 2009: Kardelen (8) aus Paderborn kommt am Nachmittag vom Spielen nicht nach Hause. Zwei Tage später werden am etwa 60 Kilometer entfernten Möhnesee im Sauerland mehrere ihrer Kleidungsstücke gefunden. Am 15. Januar wird Kardelens Leiche entdeckt. Das Mädchen wurde gewaltsam erstickt und sexuell missbraucht. Der Täter wird im Dezember zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.

18. August 2008: Michelle (8) verschwindet in Leipzig nach dem Besuch einer Ferienbetreuung in ihrer Schule. Ihre Leiche wird am 21. August gefunden. Ein Passant entdeckt das tote Kind in einem kleinen Teich in der Nähe der Schule von Michelle. Der Mörder wird im Oktober 2009 zu neuneinhalb Jahren Jugendstrafe verurteilt.
24. Februar 2007: Mitja (9) aus Leipzig wird tot in einer Kleingartenanlage am Rande der Stadt gefunden. Der Junge wurde seit zwei Tagen vermisst. Er war auf dem Weg von einem Hort nach Hause verschwunden und wurde zuletzt in einer Straßenbahn gesehen. Im März wird der Täter gefasst. Er hatte versucht, sich umzubringen, indem er sich vor eine Straßenbahn warf. Der wegen Kindesmissbrauchs mehrfach vorbestrafte Mann wird im September zu lebenslanger Haft verurteilt. Außerdem ordnet das Gericht eine Sicherungsverwahrung danach an.




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