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18.03.2011 | Berlin
Chronologie: Blutige Kämpfe in Libyen
Im libyschen Bruderkrieg kämpfen Aufständische und Regierungsanhänger seit Mitte Februar gegeneinander. Ein Rückblick:

15. FEBRUAR: Die Protestwelle aus Tunesien und Ägypten schwappt auf Libyen über. In Bengasi Zusammenstoß von Aufständischen, der Polizei und Gaddafi-Anhängern: zahlreiche Verletzte. Blutige Kämpfe folgen.
25. FEBRUAR: Bengasi wird Rebellen-Hochburg, Regierungstruppen sind nicht mehr in der Stadt. Die USA verhängen Sanktionen.
26. FEBRUAR: Gaddafi-Truppen kontrollieren nur noch wenige Großstädte im Westen, darunter ihre Machtbasis Tripolis. Die Vereinten Nationen beschließen Strafmaßnahmen.

27. FEBRUAR: Vermutlich Tausende Menschen sind tot oder verletzt. Die Aufständischen bilden eine Übergangsregierung, spalten sich aber. Ein Teil gründet den libyschen Nationalrat in Bengasi. Die Kämpfe gehen weiter.
28. FEBRUAR: Auch die Europäische Union beschließt einstimmig Sanktionen, die später am 11. März in Kraft treten. Konten der libyschen Führung in deutschen Banken werden eingefroren.
2. MÄRZ: Luftwaffeneinsatz der Gaddafi-Truppen, sie dringen in Rebellengebiete im Osten ein.
5. MÄRZ: Der libysche Nationalrat fordert eine Flugverbotszone. Erbitterte Kämpfe um strategisch wichtige Städte.

11. MÄRZ: Gaddafi-Truppen übernehmen die Kontrolle über die Stadt Al-Sawija, später auch den Ölhafen Ras Lanuf und die Hafenstadt Brega. Auf einem EU-Sondergipfel wird erstmals die Forderung nach dem Rücktritt Gaddafis laut.
12. MÄRZ: Die Arabische Liga fordert eine Flugverbotszone.
15. MÄRZ: Weitere Wirtschaftssanktionen der USA.
17. MÄRZ: Die libysche Luftwaffe bombardiert den internationalen Flughafen von Bengasi; Gaddafi droht mit Blutbad dort. Der UN-Sicherheitsrat billigt eine Flugverbotszone ohne Einsatz von Bodentruppen. Deutschland enthält sich.




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