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25.04.2011 | Berlin
Hintergrund: Hertha BSC: Schlafender Riese und Betriebsunfall
Beim Aufstieg 1997 sprach die Konkurrenz noch vom schlafenden Riesen. Mit der am Ostermontag perfekt gemachten Rückkehr ins deutsche Fußball-Oberhaus korrigierte Hertha BSC den Betriebsunfall vom Sommer vergangenen Jahres. Der Abstieg und die Zweitliga-Saison 2010/11 sollen als absolute Ausnahme in die Geschichte des am 25. Juli 1892 gegründeten Vereins eingehen.
Das ist Hertha:

Erfolge: Die goldenen Zeiten liegen lange zurück: Deutscher Meister 1930 und 1931. Halbfinale im UEFA-Cup 1978/79. Champions-League-Teilnehmer 1999/2000.
Zuschauer: In der 2. Liga machten die Fans mobil. 649 276 Zuschauer kamen bisher zu den 15 Heimspielen, im Schnitt feuerten mehr als 43 000 die Blau-Weißen an. In der Bundesliga-Abstiegssaison 2009/10 hatten rund 46 680 Zuschauer pro Partie die Stadiontore passiert.
Trainer: Mit Markus Babbel kam neuer Wind. «Wir wollen sofort zurück. Deshalb bin ich gekommen, weil ich diese Mentalität an den Tag lege», hatte der Europameister von 1996 bei seinem Amtsantritt erklärt.
Präsident und Management: Die Führung um Clubchef Werner Gegenbauer, der seit 2008 im Amt ist, und Manager Michael Preetz schaffte die Voraussetzungen, um die sofortige Erstliga-Rückkehr anzugehen. Beide nahmen sich nach eigenen Fehlern auch selbst in die Pflicht.

Stadion: «Olympiastadion» - ist die größte Sportstätte Berlins. Die Final-Arena der Fußball-WM 2006 weist eine Kapazität von 74 244 Zuschauern auf. Zum Saisonfinale am 15. Mai gegen den FC Augsburg, das schon ausverkauft ist, lässt Hertha noch eine Zusatztribüne errichten.
Etat: Der Absteiger bestritt mit einem Gesamtetat von mindestens 38 Millionen Euro die Liga zwei. In der 1. Liga hatte Hertha noch 79 Millionen Euro Umsatz. Der Lizenzspielerhaushalt wurde von 32 Millionen Euro auf rund 15,5 Millionen Euro reduziert. Dennoch Rekordmarke im Unterhaus.
Teuerster Einkauf der Vereinsgeschichte: Der Brasilianer Alex Alves hält die Top-Marke. Der damalige Manager Dieter Hoeneß holte ihn im Januar 2000 für 15 Millionen Mark (7,5 Millionen Euro) von Cruzeiro Belo Horizonte. Für die laufende Zweitliga-Saison verpflichtete Hertha Rob Friend für 1,4 Millionen Euro - auch ein Rekord.
Teuerster Verkauf: Für Sebastian Deisler kassierte Hertha im Sommer 2002 von Bayern München 9,0 Millionen Euro.

Rekord-Spieler: Helmut Faeder absolvierte von 1954 bis 1967 insgesamt 319 Einsätze für Hertha, darunter in der Berliner Vertragsliga, in der Regionalliga, in der Amateurliga und in der Bundesliga.
Rekord-Torschütze: Hans-Joachim Altendorff traf zwischen 1960 und 1971 insgesamt 105 mal. Seine 41 Treffer in der Saison 1962/63 bedeuteten damals deutschen Rekord in allen Ligen. Bester Hertha-Torschütze in der Bundesliga ist der jetzige Manager Michael Preetz mit 84 Toren.
Bekannteste Spieler: Mario Basler, Erich Beer, Arne Friedrich, Gilberto, Uwe Kliemann, Gabor Kiraly, Marcelinho, Marko Pantelic, Michael Preetz, Sebastian Deisler, Karl-Heinz Granitza.
Homepage Hertha BSC: www.herthabsc.de




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