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BERLIN

 

Wowereit mit SPD-Wahlplakaten
Fotos
27.07.2011 | Berlin

Berliner SPD setzt im Wahlkampf auf Macht der Bilder

Von kommender Woche an kann kein Berliner mehr in der Stadt übersehen, dass am 18. September gewählt wird. Dann dürfen die Plakate hängen. Die SPD will die Gefühle ansprechen - ganz ohne Text - bis auf ihren Slogan «Berlin verstehen».

Ihren Wahlkampf-Slogan «Berlin verstehen» will die Berliner SPD jetzt auch bildlich umsetzen. Auf ihren Plakaten vertraut sie auf die reine Macht der Bilder - ohne Text. «Wir wollen emotionalisieren, wir wollen mobilisieren, und wir wollen unsere Inhalte unterstreichen», sagte Landeschef Michael Müller am Mittwoch bei der Vorstellung der ersten Großflächen-Plakate der SPD. «Wir verzichten ganz bewusst auf Text».

Vier Motive in strenger Schwarz-Weiß-Fotografie sollen die Hauptbotschaften der SPD sein: Sozialer Zusammenhalt, Wirtschaft und Arbeit sowie Bildung transportieren. Nur zwei Farbtupfer stechen hervor, rot das SPD-Logo und abwechselnd lila, blau oder türkis unterlegt der SPD-Slogan «Berlin verstehen».

«Plakate können nicht das Wahlprogramm ersetzen, aber die Menschen auf die Wahl aufmerksam machen», sagte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit. «Bei uns bekommt man die Wahlprogramme übrigens kostenlos», so der SPD-Spitzenkandidat mit einem Seitenhieb auf die CDU, die erstmals ihre Wahlbroschüre auch für 50 Cent an Kiosken verkaufen lässt.

Die erste Welle der Großplakate, die vom ersten bis zum 15. August 800-fach in der Stadt hängen werden, zeigt zum Beispiel einen jungen Vater mit seinem Baby auf dem Arm, der nebenbei sein Handy kontrolliert. Das soll die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf symbolisieren, wofür die SPD kämpfe, sagte Müller. Jeweils neue Motive folgen Mitte August und Anfang September.

Ein zweites Motiv zeigt zwei junge Frauen Arm in Arm, die eine unverkennbar Muslimin mit einem Kopftuch. «Wir wollen die Menschen zeigen, für die wir Politik machen», betonte Müller. Zwei Motive widmen sich der Wirtschaft, die die SPD im Wahlkampf nach vorn stellen will. Ein Plakat zeigt einen jungen Handwerker, das andere zwei junge Frauen vor dem Computer in einer Werbeagentur. «Das Handwerk und die Kreativwirtschaft, zwei Säulen der Berliner Wirtschaft», sagte Wowereit.

Ausgedacht hat sich die Kampagne die Werbeagentur Butter, mit der die Berliner SPD und Wowereit jetzt im dritten Wahlkampf zusammenarbeiten. «An der Agentur schätze ich, dass sie nicht versucht hat, aus mir etwas anderes zu machen, was ich nicht bin», meinte Wowereit. In der zweiten Plakatwelle von Mitte August an wird auch Wowereit zu sehen sein, wurde verraten - ebenfalls ohne Worte.

Quelle: dpa

www.berlin-verstehen.de

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