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BERLIN

 

30.07.2011 | Berlin

Behörden erklären das Trinkwasser wieder für sauber

Spandaus Haushalte dürfen wieder aufatmen. Die Behörden haben das mit coliformen Bakterien verunreinigte Trinkwasser nun wieder für sauber erklärt. Untersuchungen von Wasserproben in Brunnen ergaben keinerlei Qualitätseinschränkungen.

Rund 200.000 Spandauer Bewohner waren von der Verunreinigung betroffen und waren von den Behörden angehalten worden, Leitungswasser mindestens 20 Minuten vor dem Gebrauch abzukochen. Die Berliner Wasserbetriebe hatten zusätzlich sogenannte Notfall-Beutel mit 1,5 Litern keimfreien Wasser verteilt. Die Ursache für die Verunreinigung des Trinkwasser ist noch immer nicht vollständig geklärt, möglicher Auslöser für die Bakterienbelastung könnten die Brunnen sein, so die BWB noch am Freitag.

Foto: dpa
29.07.2011 | Berlin

Bis Samstag Ursache für Trinkwasser-Keime ermittelt

Die Ursache für die Bakterienbelastung im Trinkwasser von Berlin-Spandau soll nach Angaben der Berliner Wasserbetriebe (BWB) bis Samstagmittag ermittelt sein. Der Auslöser für die Keime liege wahrscheinlich in den Brunnen, sagte Jens Feddern von den BWB am Freitagabend in der RBB-«Abendschau». Bis Samstagmittag hofften die Wasserbetriebe, alle Proben aus den verschiedenen Brunnen in Spandau untersucht zu haben. Sorgen über ernsthafte Erkrankungen müssten sich die betroffenen Bewohner nicht machen.

«Es handelt sich aber nicht um E.Coli-Bakterien», sagte André Beck, Sprecher der Berliner Wasserbetriebe. Gefunden worden seien andere, weniger gefährliche Fäkalkeime. Sie gehörten aber definitiv nicht ins Trinkwasser. Rund 200 000 Bürger in Berlin-Spandau müssen ihr Wasser abkochen.

Die Wasserbetriebe verteilten am Freitag kostenlos ihre sogenannten Notfall-Beutel mit 1,5 Litern keimfreien Berliner Wassers. Normalerweise würden die an Anwohner bei Rohrbrüchen verteilt, wenn für Stunden die Wasserversorgung abgestellt werden müsse, sagte Feddern.

Fäkalkeime im Trinkwasser können unter anderem Durchfallerkrankungen auslösen. Die Wasserbetriebe raten deshalb weiterhin dazu, Leitungswasser zur Sicherheit 20 Minuten lang abzukochen. Nach Empfehlungen des Landesamts für Gesundheit und Soziales reichten im Spandauer Fall fünf Minuten, ergänzte Kleineidam.

Besonders anfällig auf Fäkalkeime reagieren in der Regel geschwächte Patienten, alte Menschen und Babys. Mit gekauftem, abgepacktem Wasser könne man ganz auf Nummer sicher gehen, erläuterte Wasserbetriebs-Sprecher Beck. Geschirrspülen sei aber problemlos mit Leitungswasser möglich, wenn das Geschirr hinterher abgetrocknet werde. Spülmaschinen seien gar kein Problem. Auch für Körperhygiene lasse sich Leitungswasser verwenden. Nur für das Zähneputzen solle abgekochtes Wasser verwendet werden.

Anfang Juli war in Brandenburgs Hauptstadt und im Landkreis Barnim das Trinkwasser belastet. In Potsdam hatten Mäuse und ein Maulwurf die Verunreinigung ausgelöst.

Quelle: dpa

Die Berliner Wasserbetriebe informieren vor Ort am Bahnhof Spandau
über die coliformen Keime im Spandauer Trinkwasser...

Coliforme Keime in Spandauer Trinkwasser
Folgende Postleitzahlenbereiche sind betroffen:

 

  • Spandau: 13581, 13583, 13585, 13587
  • Staaken: 13581, 13589, 13591, 13593
  • Wilhelmstadt: 13581, 13593
  • Falkenhagener Feld: 13583, 13585, 13589, 13591
  • Hakenfelde: 13585, 13587, 13589

 

Berliner Wasserbetriebe
Service-Nummer Tel. 0800 - 292 7587
eMail: service@bwb.de | Internet: www.bwb.de

Vorsorgliches Abkochgebot für Spandau

Leitungswasser sollte in Haushalten erst nach 20-minütigem Abkochen zum Trinken und zur Zubereitung von Speisen genutzt werden. Dies gilt auch für Kaffeemaschinen und Zähneputzen. Für die Körperhygiene kann Leitungswasser weiterhin genutzt werden. Diese Vorsichtsmaßnahmen gelten zunächst bis zum Samstag, 30. Juli 2011.

 

Pressemitteilung der Berliner Wasserbetriebe... »

Informationen des Gesundheitsamtes auf berlin.de... »

 

Internet: www.bwb.de

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