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BERLIN

 

14.04.2009

13.04.2009 | Berlin (dpa)

Eisbären trennt nur noch ein Sieg vom DEL-Titel

 

Die Eisbären Berlin schnuppern an ihrer vierten deutschen Eishockey-Meisterschaft: Der Titelverteidiger ließ den DEG Metro Stars beim 5:1 (1:1, 4:0, 0:0) im dritten Playoff-Finale keine Chance.

 

Die Berliner können nun schon am 15. April in Düsseldorf den erneuten Triumph perfekt machen. Der achtmalige Meister muss unbedingt gewinnen, um eine entscheidende fünfte Partie am 17. April in Berlin zu erzwingen. Im Heimspiel am Ostersamstag hatte die DEG beim 3:1-Sieg die Nerven behalten.

 

Die Berliner Gastgeber wollten den Vorteil in der Serie «best of five» nicht zu hoch bewerten. «Es steht 2:1 - mehr nicht. Heute haben wir das Scheibenglück gehabt. Wir versuchen den ersten Matchball zu nutzen», sagte Sven Felski und verfiel ähnlich wie sein Teamkollege Constantin Braun nicht in vorzeitige Triumphstimmung: «Wir wissen genau, dass Düsseldorf kommen wird wie die Feuerwehr, von daher stellen wir uns auf ein hartes Spiel ein. » Düsseldorfs Trainer Harold Kreis meinte: «Wir haben heute nicht gut genug gespielt, um eine starke Berliner Mannschaft zu schlagen. Wir haben heute ein Spiel, nicht die Serie verloren.»

Nathan Robinson sorgte nach nur 89 Sekunden für eine frühe Eisbären-Führung wie im ersten Finale, Brandon Reid glich in der 16. Minute verdientermaßen aus. Doch im zweiten Drittel brach der Außenseiter in seinem schon 15. Playoff-Spiel ein: Erst schockte der hinter dem Tor abziehende Stefan Ustorf die Gäste mit einem schlitzohrigen Treffer (21.), kurz darauf machten Brandon Smith (25.), Denis Pederson (28.), der Smiths Schlagschuss noch abfälschte, und Andy Roach (30.) schon alles klar.

 

Nach dem ersten Drittel deutete noch alles auf eine weitere enge Partie hin: Die Düsseldorfer erwiesen sich auswärts zwar einmal mehr nicht als Frühstarter, ließen sich von dem schnellen Rückstand aber nicht aus Konzept bringen. Die Rheinländer fanden allmählich besser in die Partie und hatten schon einige Chancen zum 1:1, bevor Reid nach einem Schuss von Shane Joseph goldrichtig stand und den Abpraller verwertete.

 

Doch anschließend kam es vor 14 200 Fans in der erneut ausverkauften O2 World knüppeldick für die DEG. Routinier Ustorf zielte in Überzahl schräg hinter dem Kasten stehend genau auf die Schoner von DEG-Torhüter Jamie Storr, der den Puck in den Kasten drückte. Die folgenden Minuten waren in der Finalserie die bei weitem schwächsten der Düsseldorfer, die beim schwer erkämpften Heimsieg am Samstag womöglich doch zu viel Kraft gelassen hatten.

 

Storr wurde von seinen desorientierten Vorderleuten immer wieder im Stich gelassen. Den Schuss von Smith zum 3:1 fälschte der Berliner Denis Pederson womöglich noch an, gegen die Nachschüsse von Smith und Roach war Storr machtlos. Der im zweiten Spiel überragende Schlussmann verhinderte mit einigen guten Paraden sogar noch weitere Gegentreffer, ehe die Berliner einen Gang zurückschalteten und nicht mehr mit letzter Konsequenz nach vorn spielten. Bei den Metro Stars war im letzten Drittel ebenfalls die Luft raus.


www.eisbaeren.de

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