BERLIN

11.08.2011 | Berlin
Kriegsbombe nahe Gedächtniskirche entschärft
Experten der Berliner Polizei haben am späten Donnerstagabend eine Kriegsbombe unweit von Gedächtniskirche und Bahnhof Zoo entschärft. „Die Aktion verlief ohne Zwischenfälle“, sagte ein Polizeisprecher.
Bauarbeiter hatten die Bombe am Morgen direkt hinter dem sogenannten Bikinihaus entdeckt. Am Abend wurden in einem Radius von etwa 250 Metern um den Fundort Gebäude, Straßen und Plätze evakuiert. Ein Lastwagen transportierte nach der Entschärfung den 100 Kilo schweren Sprengkörper russischer Herkunft zum Sprengplatz im Grunewald. Die Sperrungen wurden nach 22.30 Uhr aufgehoben. Die Bewohner konnten in ihre Häuser zurück.
Ein DRK-Sprecher sagte zu den umfangreichen Maßnahmen: „Sie Situation war extrem entspannt.“ Zu den ersten, die abends in Sicherheit gebracht wurden, zählten die Bewohner einer Seniorenresidenz und eines Hotels. Insgesamt waren einige hundert Mitarbeiter von Polizei, Rettungskräften und Sicherheitsdiensten im Einsatz.

Von etwa 20.00 Uhr an waren nach und nach Einkaufsstraßen wie der Tauentzien, Budapester Straße, Joachimsthaler Straße und Nürnberger Straße für den Auto- und Busverkehr gesperrt worden. Auch Imbiss- und Souvenirbuden an der Gedächtniskirche sowie Läden und Restaurants mussten schließen. Das Kabarett „Die Stachelschweine“ im Europa Center hatte extra seine Vorstellung verkürzt. In dem Areal um den Fundort im der City West halten sich täglich unzählige Berliner und Touristen auf.
Auch der Hardenbergplatz und der Bahnhof Zoo waren vorübergehend gesperrt. Augenzeugen berichteten von zahlreichen Schaulustigen, die an den rot-weißen Absperrbändern Polizeieinsatz und Evakuierung beobachteten. Der Gebäudekomplex mit dem Fundort der Bombe im Herzen der City West wird bis 2012 zu einem Wohn- und Geschäftshaus umgebaut.




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