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BERLIN

 

26.08.2011 | Berlin

Zerfetzte Tüte auf Friedhof - Untersuchung auf Sprengsatz

Eine zerfetzte Plastiktüte liegt auf einem Friedhof, zuvor hat eine Anwohnerin einen Knall gehört. Fundort: erneut Berlin-Wedding. Vor kurzem explodierte im Wedding in einem Park bereits eine Tüte mit einem Sprengsatz, ein Mann wurde schwer verletzt.

Erneut hat die Polizei in Berlin-Wedding eine zerfetzte Plastiktüte entdeckt. Die am Donnerstagnachmittag auf einem Friedhof abgelegte Tüte soll dem ersten Anschein nach «hochgegangen» sein, sagte die Polizei in der Nacht zum Freitag. Unklar war zunächst, wodurch die Tüte zerfetzt wurde. Aufgefundene Reste seien sichergestellt worden und würden nun untersucht. Dann kann auch festgestellt werden, ob ein Sprengsatz in der Tüte lag. Mit ersten Ergebnissen sei frühestens am Freitagmorgen zu rechnen.

Die Beamten waren angerückt, nachdem eine Anwohnerin einen Knall gehört sowie eine Flamme und Rauch gesehen hatte, wie eine Polizeisprecherin am Donnerstagabend sagte. Der Friedhof wurde nach möglichen Spuren durchsucht.

Erst vor knapp zwei Wochen war im nahen Schillerpark eine Aldi-Tüte mit einem Sprengsatz neben einer Parkbank explodiert, ein Mann wurde schwer verletzt. In dem Fall ermittelt der polizeiliche Staatsschutz. Die Hintergründe sind noch unklar.

Nach dem Fund der Plastiktüte von Donnerstag an einem Brunnen sperrte die Polizei den evangelischen Friedhof an der Aroser Allee/Holländerstraße ab und durchsuchte das Gelände. In einem Gebüsch entdeckten Beamte den Angaben zufolge eine zweite Tüte - wie sich später herausgestellt habe, sei sie mit Gartenwerkzeugen gefüllt gewesen, sagte die Sprecherin. Herbeigerufene Kriminaltechniker hätten die Tüte untersucht. Über den Fund der ersten Tüte hatte auch die RBB-«Abendschau» berichtet.

Im Wedding wurde erst Ende Mai dieses Jahres an einem Kanalufer nahe der Ausländerbehörde ein verdächtiger Behälter gefunden und von Sprengstoffexperten abtransportiert. Dessen Inhalt entpuppte sich als Rohrbombe. Es entstand damals kein Schaden. Ein Täter wurde nicht gefasst. Die Polizei prüft Parallelen zwischen den Fällen am Kanalufer und im Park.

Quelle: dpa

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