BERLIN

27.08.2011 | Berlin
Berliner Erzbischof Woelki in sein Amt eingeführt
Der neue Erzbischof von Berlin, Rainer Maria Woelki, ist am Samstag in sein Amt eingeführt worden. Bei einem feierlichen Gottesdienst in der St.-Hedwigs-Kathedrale erhielt der 55-Jährige die Ernennungsurkunde des Papstes Benedikt XVI. In Anwesenheit von Bischöfen aus Deutschland und Europa wurde Woelki damit das religiöse Oberhaupt von knapp 390 000 Katholiken in Berlin, Brandenburg und Vorpommern.
Der 55-Jährige ist Nachfolger des Ende Juni verstorbenen Erzbischofs Kardinal Georg Sterzinsky. Am 22. September wird der neue Erzbischof den Papst bei einem Gottesdienst im Berliner Olympiastadion begleiten.
Zur Amtseinführung wurde Woelki vom Dresdner Bischof Joachim Reinelt auf den bischöflichen Stuhl, die sogenannte Kathedra, geleitet. An der Amtseinführung nahmen Politiker und hochrangige Kirchenvertreter teil, unter anderem der Kölner Erzbischof Kardinal Joachim Meisner, der Apostolische Nuntius, Jean-Claude Périsset, und der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Robert Zollitsch.

Die Berufung Woelkis war in Berlin zunächst auf geteilte Reaktionen gestoßen. Bedenken wurden laut, ob der Geistliche der geeignete Hauptstadt-Bischof sein könne. Zu dessen Förderern gehört der konservative Kölner Kardinal Meisner.
In der vergangenen Woche hatte der ernannte Erzbischof bereits den staatlichen Treueeid auf die Berliner Verfassung geleistet. Der Schwur ist in einem Staatsvertrag zwischen Vatikan und Deutschem Reich von 1933 festgeschrieben. Am Montag war Woelki dazu auch in Schwerin. In Brandenburg gilt das sogenannte Reichskonkordat nicht mehr. Im Kirchenstaatsvertrag von 2003 wird auf diesen Treueeid verzichtet.
Quelle: dpa

26.08.2011 | Berlin
Stichwort: Das neue Berliner Bischofswappen
Wie jeder Bischof hat sich auch der neue Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki (55) einen Wappen zugelegt. Dabei hat Woelki das Wappen des Berliner Erzbistums mit seinem persönlichen Wappen verbunden. In der Mitte sind die einstigen Diözesen Brandenburg, Havelberg, Cammin und Lebus zu sehen, unten weist ein «Meditationsrad» auf Woelkis Heimatpfarrei in Köln-Mülheim hin. Begleitet wird der Schild von den Insignien des Erzbischofs: Dem goldenen Doppelkreuz und dem grünen Pontifikalhut mit je zehn Quasten. Das Schriftband trägt die Devise «Nos sumus testes» aus der Apostelgeschichte und lautet übersetzt: «Zeugen dieser Ereignisse sind wir». Das II. Vatikanische Konzils übersetzte den Satz zur Hirtenaufgabe der Bischöfe mit «Zeugen Christi vor allen Menschen».




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