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BERLIN

 

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30.08.2011 | Berlin/Zürich

Loriot in Berlin auf Prominentenfriedhof beigesetzt

Loriot hat auf einem der schönsten Friedhöfe Berlins seine letzte Ruhe gefunden. Der Humorist sei «in aller Stille im engsten Familienkreis» auf dem Waldfriedhof Heerstraße in Berlin-Charlottenburg bestattet worden, teilte der Diogenes Verlag am Dienstag in Zürich mit.

Wann die Beisetzung stattgefunden hat, wollte der Verlag auf Wunsch der Familie nicht sagen. Loriot, eigentlich Vicco von Bülow, war am 22. August im Alter von 87 Jahren in Ammerland am Starnberger See gestorben. Im Berliner Stadtteil Charlottenburg hatte er einen Zweitwohnsitz.

Der Waldfriedhof, ein wunderschön terrassenförmig angelegtes Gelände mit fast 150 000 Quadratmetern, gilt in der Hauptstadt als Prominentenfriedhof. Auch die Schauspieler Horst Buchholz, Wolfgang Gruner und Grethe Weiser, Verleger Franz Ullstein, Bildhauer Georg Kolbe und Maler George Grosz sind dort begraben.

In den kommenden Wochen soll es laut Verlag zwei Trauerfeiern für Loriot geben. Seine Geburtsstadt Brandenburg an der Havel plant für den 17. September eine große Gedenkfeier in der St. Gotthardtkirche, in der Bülow einst getauft wurde. In seinem letzten Wohnort Münsing am Starnberger See ist voraussichtlich für Ende September ein Abschied geplant.

Zudem widmet die Deutsche Oper in Berlin, deren Ehrenmitglied Loriot war, dem Verstorbenen am 5. November eine festliche Operngala. Auch die konzertanten Aufführungen des Musicals «Candide» am 15. und 18. März 2012 sind seinem Andenken gewidmet.

Quelle: dpa
30.08.2011 | Berlin

Stichwort: Loriots Friedhof

Der Berliner Friedhof Heerstraße, auf dem Loriot jetzt seine letzte Ruhe gefunden hat, gehört zu den landschaftlich schönsten Begräbnisorten Berlins. Das fast 150 000 Quadratmeter große Park- und Waldgelände fällt in Terrassen zu dem 20 Meter tiefer gelegenen Sausuhlensee ab. Mit mehr als 50 Ehrengrabstätten gibt es mehr Ehrengräber als auf den Prominentenfriedhöfen Dahlem und Zehlendorf.

Der Waldfriedhof im gutbürgerlichen Stadtteil Charlottenburg wurde vermutlich nach den Plänen von Gartendirektor Erwin Barth angelegt und 1924 eröffnet. Anders als der Name vermuten lässt, liegt er nicht an der Heerstraße, sondern an der Trakehner Allee in der Nähe des Olympiastadions. Der Name bezieht sich auf die Einwohner der einstigen Villenkolonie Heerstraße, für die das Gelände einst angelegt wurde.

Der landeseigene Friedhof ist für alle Konfessionen offen. Seit vergangenem Jahr gibt es auch eine Gemeinschaftsgrabstätte, die vom Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge betreut wird und «Gemeinschaft über den Tod hinaus» verspricht. Zu den Prominenten, die auf dem Friedhof begraben sind, gehören unter anderem der Maler George Grosz, der Dichter Joachim Ringelnatz und die Schauspielerin Grethe Weiser. Der Bildhauer Georg Kolbe schuf mit den Erinnerungsstelen für seine eigene Familie eines der bedeutendsten Grabmale des Friedhofs.

Quelle: dpa

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