BERLIN

14.09.2011 | Berlin
Kanzlerin eröffnet Ausstellung im Tränenpalast
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat im Tränenpalast am Berliner Bahnhof Friedrichstraße eine Ausstellung zur Geschichte der deutschen Teilung eröffnet. «Das ist deutsche Geschichte pur für jeden Berlin-Besucher», sagte Merkel am Mittwoch. Der authentische Ort sei eine Mahnung, immer wieder für Freiheit einzutreten. In der früheren Abfertigungshalle für Ausreisen nach West-Berlin werden originale Schilder, Fotos und Dokumente gezeigt. Auch Zeitzeugen-Interviews sind in der Dauerausstellung «GrenzErfahrungen.Alltag der deutschen Teilung» zu hören.
Der Pavillon aus Glas und Stahl wurde Tränenpalast genannt, weil sich hier im geteilten Berlin emotionsgeladene Trennungsszenen abspielten.

Ostdeutsche mussten sich von Angehörigen oder Freunden aus dem Westen verabschieden und zurückbleiben. Merkel sagte, sie sei oft persönlich mit ihren Eltern dort gewesen, um ihre Großmutter zu verabschieden. Sie habe nie gewusst, ob sie sie im nächsten Jahr wiedersehen würde.
DDR-Rentner, die in den Westen fahren durften, kamen über den Tränenpalast zurück. An dem Grenzübergang starben nach Angaben des Hauses der Geschichte von 1962 bis 1990 mehr als 200 Menschen. Gerade ältere Ostdeutsche hätten die Belastungen bei den Kontrollen nicht verkraftet.




Kommentare