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BERLIN

 

17.04.2009

Zugunglück in Berlin
Fotos
17.04.2009 | Berlin (dpa)

24 Verletzte bei Zugunglück in Berlin

 

Beim Zusammenstoß eines Regionalzugs mit einem Güterzug voll Flüssiggas sind am späten Donnerstagabend in Berlin 24 Menschen verletzt worden. Die Behälter mit dem leicht entzündlichen Gas blieben heil.

 

Fünf Menschen, darunter auch der Lokführer, erlitten nach Angaben der Bundespolizei vom Freitag schwere Verletzungen. Die Gefahr einer Explosion bestand nach Einschätzung der Feuerwehr nicht. Der Lokführer war nach ersten Ermittlungen nicht schuld an dem Unglück. Erst am Montagabend war in Schwedt ein Güterzug entgleist. 80 000 Liter Benzin liefen dabei aus.

 

Kurz nach 22.00 Uhr fuhr der Regionalzug aus Nordbrandenburg im Berliner Bahnhof Karow auf den langsam fahrenden Güterzug auf. Bei der Kollision entgleisten die beiden ersten Wagen des Regionalzugs. Der Lokführer wurde im Führerhaus eingeklemmt und musste von der Feuerwehr durch die Frontscheibe befreit werden. Er wurde schwer am Kopf und Oberkörper verletzt. Die Aufräumarbeiten sollten bis Samstagmorgen dauern. Erst dann können die Züge wieder normal fahren.

 

Der Sprecher des Eisenbahnbundesamts, Ralph Fischer, sagte der ARD-«Tagesschau»: «Wir schließen Mängel am Fahrzeug und Fehler des Lokführers nach derzeitigem Stand der Ermittlungen aus.» Der Zug habe ein grünes Signal gehabt. «Unsere Ermittlungen konzentrieren sich jetzt auf die Bereiche Stellwerktechnik und Signaltechnik.»

 

In dem Regionalzug waren 22 Reisende und Bahn-Personal. Keiner der Verletzten habe in Lebensgefahr geschwebt, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Die meisten hatten Schleuder-Traumata, einige auch Schnittverletzungen. Sie wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.

 

Der Güterzug mit 24 Kesselwagen transportierte leicht entzündbares Flüssiggas. Bei dem Unfall seien die Gasbehälter nicht beschädigt worden, sagten Sprecher von Bahn und Bundespolizei. Feuerwehrsprecher Wolfgang Rowenhagen erklärte, es sei «sehr unwahrscheinlich», dass die Kesselwagen explodieren könnten. «Die Wagen entsprechen den modernen Sicherheitsstandards und halten sehr hohen Druck aus.»

 

Der Intercity Berlin-Stralsund wurde am Freitag über Neubrandenburg umgeleitet. Fahrgäste im Regionalexpress Berlin- Stralsund mussten zwischen den Bahnhöfen Berlin-Gesundbrunnen und Bernau (Barnim) in die S-Bahn umsteigen.

 


Verkehrsmeldung von DB Mobility Logistics AG


Bahnstrecke nach Unfall im Bahnhof Berlin-Karow weiter gesperrt


Einschränkungen auf der Strecke Stralsund–Angermünde–Berlin bis Sonnabend Vormittag • IC-Züge von Berlin nach Stralsund werden über Neubrandenburg umgeleitet

 

Berlin, 17. April 2009, Stand 11.30 Uhr

 

Die Strecke Stralsund–Angermünde nach Berlin bleibt nach gegenwärtigen Informationen zwischen Bernau und Gesundbrunnen noch bis zum Sonnabend Vormittag gesperrt. Daraus ergeben sich weiterhin Einschränkungen im Fern- und Regionalverkehr. Betroffen sind die Linien RE 3 Stralsund/Schwedt–Angermünde–Berlin– Elsterwerda und die IC-Linie (Köln)–Berlin–Stralsund.
Die IC-Züge werden über Neubrandenburg umgeleitet. Die Züge der Linie RE 3 aus Stralsund/Schwedt enden in Bernau, aus der Gegenrichtung in Berlin Gesundbrunnen. Zwischen Bernau und Gesundbrunnen nutzen die Reisenden die S-Bahn-Linie S 2. Dadurch gibt es Fahrzeitverlängerungen bis zu einer Stunde. Zwischen Schwedt und Angermünde ist ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.


Am Donnerstag kurz nach 22 Uhr fuhr ein Regional-Express auf der Strecke Stralsund/Schwedt–Berlin im Bereich des Bahnhofs Berlin-Karow auf einen Güterzug auf. Nach Informationen der Behörden wurden insgesamt 24 Personen verletzt und medizinisch versorgt. Die Lokomotive und der erste Reisewagen des Regional-Express sprangen aus den Gleisen. Die Unfallursache wird gegenwärtig
untersucht.


Informationen zu den Reisemöglichkeiten gibt es im Internet unter
www.bahn.de und beim Kundendialog DB Regio Nordost

unter Telefon (0331) 235 6881 oder -6882.

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