BERLIN

22.09.2011
Psychisch labile Frau soll Wahlunterlagen weggeworfen haben
Eine psychisch labile Frau soll dafür verantwortlich sein, dass Briefwahlunterlagen im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf in den Müll geworfen wurden. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, wurde eine 26-Jährige als Tatverdächtige ermittelt. Sie hatte bei der Vernehmung mehrerer Zeugen eingeräumt, die Unterlagen am Wahlsonntag in ihrem Auto von der Kirchstraße zum Briefpostwahlamt in der Fischerhüttenstraße transportiert zu haben. Dabei will sie eine gelbe Postkiste übersehen haben, die ihr in den Kofferraum gestellt worden sei. Wie die Kiste auf den Müllplatz gelangt sei, könne sie aber nicht sagen.
Ihr droht nun ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Wahlfälschung und der Urkundenunterdrückung. Aufgrund ihres labilen Zustandes wurde sie in ein Krankenhaus gebracht.

Ein Anwohner hatte Mittwochfrüh die rund 380 Wahlbriefe auf einem verschlossenen Müllcontainerplatz in der Schöppinger Straße entdeckt. Zunächst habe er vier davon geöffnet, um sich von deren Echtheit zu überzeugen. Anschließend habe er das zuständige Bezirksamt informiert, das später die Polizei alarmierte.
Nach Angaben der Landeswahlleitung sollen die Stimmen aus den im Müll gelandeten Wahlunterlagen in das amtliche Ergebnis der Berlin-Wahl einfließen. Die Stimmzettel sollen am Freitagmittag im Bürgersaal des Rathauses Zehlendorf öffentlich ausgezählt werden. Sie gelten allerdings nicht als entscheidend für die Verteilung der Mandate im Abgeordnetenhaus.




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