BERLIN
19.04.2009

19.04.2009 | Berlin (dpa)
Mehr als 1500 Demonstranten gg. Ausbau der A 100
Mehr als 1500 Radfahrer und Skater haben am Sonntag gegen die umstrittene Verlängerung der Berliner Stadtautobahn A 100 bis Treptow demonstriert. Dies teilten Veranstalter und Polizei mit. Der Protestzug unter dem Motto «A 100 stoppen, Einspruch jetzt!» war am Nachmittag am S-Bahnhof Treptower Park gestartet. Die Bürgerinitiative Stadtring Süd BISS Berlin hatte dazu aufgerufen. Die 21 Kilometer lange Route führte zu Rotem Rathaus, Brandenburger Tor, Siegessäule, Potsdamer Platz und zurück nach Treptow. Politiker von Grünen, SPD und Linkspartei nahmen an der Demonstration teil. Stellenweise mussten die Straßen für den Autoverkehr gesperrt werden.
Die Anwohner befürchten, dass für den Ausbau der Trasse Häuser abgerissen und Kleingartenanlagen aufgegeben werden müssen. Zudem rechnen sie durch den zusätzlichen Verkehr mit mehr Lärm und Abgasen. Die Autobahn soll zunächst von Neukölln bis zum Treptower Park verlängert werden. Es gibt auch Pläne, die Strecke bis nach Friedrichshain weiterzuführen. Dagegen protestieren neben Anwohnern auch Bürgerinitiativen und Umweltorganisationen.
Mehrere Hundert Berliner haben ihre Einwände gegen die geplante Verlängerung an die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung geschickt. Auch während der Demonstration sollten Protestbriefe bei der Senatsverwaltung abgegeben werden. Nach Ablauf der Einspruchsfrist am 23. April will die Behörde die Hinweise prüfen. Danach sollen bei einem Treffen mit den Anwohnern die Einwände erörtert werden.
www.stop-a100.de




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