BERLIN
21.04.2009

21.04.2009 | Berlin (dpa)
Til Schweigers "Phantomschmerz" feiert Premiere
Til Schweigers neuer Film «Phantomschmerz» hat am Montag in Berlin Deutschlandpremiere gefeiert. Es sei für ihn eine besondere Erfahrung gewesen, mit dem Menschen, dessen Geschichte der auf einer wahren Begebenheit beruhenden Film erzählt, selbst arbeiten zu können, sagte Schweiger am Abend vor dem Kino in der Kulturbrauerei im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg. «Es war gut, die Chance zu haben, mit Stephen Sumner selbst reden zu können, um seinen Schmerz, seinen Mut nachvollziehen zu können.» Der 48-jährige Kanadier, dessen Lebensgeschichte als Filmvorlage diente, war zur Premiere in die Hauptstadt gekommen.
In «Phantomschmerz» geht es um das Schicksal des Lebenskünstlers Marc (gespielt von Schweiger), einem leidenschaftlichen Radrennfahrer, Frauenhelden und Geschichtenerzähler, der plötzlich durch einen Verkehrsunfall ein Bein verliert - und sein Leben neu ordnen muss. Erst durch die Hilfe seiner Liebe Nika (Jana Pallaske) und seiner Tochter Sarah (gespielt von Schweigers Tochter Luna) findet er zurück ins Leben - und auch zurück aufs Fahrrad.

«Bislang habe ich über mein Schicksal nur reden können», sagte Summers nach der Filmpremiere der Deutschen Presse-Agentur dpa. «Es ist schon etwas besonderes für mich, dass meine Geschichte nun so sichtbar wird.» Sumner war der einzige, der nach der Vorführung vom Publikum stehenden Applaus bekam. Sie sei am stärksten berührt von den intensiven Szenen zwischen Vater und Tochter im Film, sagte Moderatorin und Schauspielerin Minh-Khai Phan-Thi.
In dem Film spielt Schweigers Tochter Luna auch seine Filmtochter Sarah. Sie war zuletzt mit Schweiger in dessen Film «Keinohrhasen» auf der Leinwand zu sehen. Dass sie auch in dem neuen Streifen mitgespielt hat, bezeichnete Schweiger als reinen Zufall. «Es war die Idee des Regisseurs sie zu casten und sie hat das Casting gewonnen», sagte er. Regisseur Matthias Emcke bezeichnete Luna als eines der größten schauspielerischen Nachwuchstalente Deutschlands.
Nach Ansicht von Schauspielerin Anne-Sophie Briest zeigt der Film Schweigers Potenzial, «das in Deutschland so oft verkannt wurde und wahrscheinlich auch weiter verkannt werden wird». Auch der Sänger Michi Beck von den Fantastischen Vier äußerte sich zur dokumentarischen Schlagseite des Filmes: «Es ist ein geschickter Schachzug von Til Schweiger, mal eine andere Seite von sich zu
zeigen. Das ist ihm auch gut gelungen.»
Neben Schweiger waren auch die weiteren Hauptdarsteller Jana Pallaske und Stipe Erceg sowie Luna Schweiger und Regisseur Matthias Emcke zur Premiere erschienen. Der Film kommt am 30. April in die Kinos.
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