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BERLIN

 

30.11.2011 | Berlin

Verdacht bestätigt: Baby in Mülltonne wurde umgebracht

Ein schlimmer Verdacht hat sich bestätigt: Schon wieder ist in Berlin ein Neugeborenes von seiner Mutter getötet worden. Erst vor wenigen Tagen war ein Baby durch einen Sturz aus dem 5. Stock ums Leben gekommen. Seine Mutter soll es hinuntergeworfen haben.

Nur Tage nach dem grausigen Todessturz eines Neugeborenen aus dem 5. Stockwerk ist in Berlin schon wieder ein Baby gewaltsam ums Leben gekommen: Der Säugling, der am Mittwoch tot in einer Mülltonne in Berlin-Buch gefunden wurde, ist von seiner Mutter umgebracht worden. Die Obduktion habe diesen Verdacht bestätigt und die 24-jährige Frau sei voll geständig, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, am Donnerstag. Noch am Donnerstag sollte die Frau, die nach Zeitungsberichten bereits zwei Kinder im Alter von ein und drei Jahren hat, dem Haftrichter vorgeführt werden. Ihr wird Totschlag vorgeworfen.

Das Baby - ein Junge - sei lebend zur Welt gekommen und dann erstickt, berichtete Steltner. Es habe in Handtücher gewickelt in einer Mülltüte gelegen. Ob der kleine Junge noch lebte, als er in die Tüte gesteckt wurde, war nicht festzustellen. Der Lebensgefährte der Mutter steht nach Aussagen Steltners nicht in Verdacht, dass er an der Tötung beteiligt war.

Laut Staatsanwaltschaft hatte eine Ärztin die Familie am Mittwoch in ihrer Wohnung in der Walter-Friedrich-Straße besucht, um sich nach dem Zustand der Hochschwangeren zu erkundigen. Die Frau sei dem Jugendamt bekannt gewesen, sagte Steltner. Medienberichten zufolge wurde sie regelmäßig unterstützt. Doch am Mittwoch hatte 24-Jährige bereits zu Hause entbunden - und das Baby war nicht da. Bei Nachfragen verwickelte sich die Mutter in Widersprüche, so dass die Ärztin, eine Mitarbeiterin der Stadt, die Polizei informierte. Die Beamten fanden das tote Kind kurz darauf in der Mülltonne im Hof.

Erst vor wenigen Tagen hatte ein anderer Fall Bestürzung hervorgerufen. In Charlottenburg starb ein Neugeborenes durch einen Sturz aus dem Fenster im 5. Stock eines Mietshauses. Die Mutter soll ihr Baby aus dem Fenster geworfen haben. Die 40-Jährige sitzt in Untersuchungshaft. Einer anderen Mutter wird vorgeworfen, dass sie ihren kleinen Sohn fast verhungern ließ. Das Kind konnte nur knapp gerettet werden und kam in eine Klinik. Auch diese Mutter sitzt in Untersuchungshaft.

Quelle: dpa

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