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  • Berliner Wasser zu teuer?

BERLIN

 

06.12.2011 | Berlin

Berliner Wasserbetriebe wollen gegen Kartellamt klagen


Die Berliner Wasserbetriebe wollen gegen das Bundeskartellamt klagen, wenn es eine Preissenkung für Trinkwasser in der Hauptstadt verfügt. Das kündigte Vorstandschef Jörg Simon am Dienstag an. Die Verfügung wird für Anfang 2012 erwartet. Die Wettbewerbshüter hatten die Wasserbetriebe am Montag wegen zu hoher Trinkwasserpreise abgemahnt. Die Behörde fordert, die Tarife für die nächsten drei Jahre um 19 Prozent zu senken. Simon geht davon aus, dass sich an den Preisen nichts ändert, solange der Fall vor Gericht liegt. Das Unternehmen lässt zudem schon gerichtlich prüfen, ob das Kartellamt überhaupt für die Berliner Wasserpreise zuständig ist.

Quelle: dpa

Wasserverträge: www.berlin.de/sen/finanzen/vermoegen/beteiligungen/berlinwasser.html
Berliner Wasserbetriebe: www.bwb.de
PM Bundeskartellamt von Montag... »
PM Wasserbetriebe von Montag... »

06.12.2011 | Bonn/Berlin

Berliner Wasser ist zu teuer- Kartellamt: Preis muss sinken

Die Berliner können sich Hoffnungen auf billigeres Trinkwasser machen. Das Bundeskartellamt verlangt von den Wasserbetrieben, die Tarife in den nächsten drei Jahren um 19 Prozent zu senken. Doch die Wasserwirtschaft zweifelt, ob die Bonner Behörde überhaupt zuständig ist. Mit dem ersten Wasserpreisverfahren drängen die Wettbewerbshüter auf die Kontrolle über alle deutschen Wasserversorger.

Die Beamten haben die Berliner Wasserpreise mit Hamburg, München und Köln verglichen und deutlich höhere Erlöse in der Hauptstadt ermittelt. Derzeit werden in Berlin für Trink- und Schmutzwasser 4,63 Euro pro Kubikmeter fällig, hinzu kommt ein Grundpreis.

Im Durchschnitt zahlt jeder Berliner etwa 220 Euro im Jahr. Bis zum 11. Januar sollen die Wasserbetriebe zu der Abmahnung Stellung nehmen, dann ordnet das Kartellamt die Preissenkung an. Die Wasserbetriebe können aber dagegen klagen. Sie müssten ihre Tarife erst dann ändern, wenn es ein entsprechendes Urteil gäbe.

 

Bereits jetzt wehrt sich das Unternehmen juristisch. "Wir sind nicht gegen Veränderungen des Tarifs", teilte Wasserbetriebe-Chef Jörg Simon mit. "Für uns ist aber die rechtliche Klarstellung unabdingbar." Denn das Kartellamt will am größten Wasserversorger Deutschlands auch ein Exempel statuieren. "Die Wasserversorgung ist eines der letzten großen Monopole in Deutschland", sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt. Kunden können sich ihren Versorger nicht aussuchen. "Kartellbehörden müssen die Lage versetzt werden, flächendeckend eine verschärfte Aufsicht über alle Wasserversorger ausüben zu können."

Quelle: dpa

Berliner Wasserbetriebe: www.bwb.de

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