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  • Giftattacken: Phantombild

BERLIN

 

14.12.2011 | Berlin

Giftschnaps: Tatverdächtiger mit Phantombild gesucht

Mit der Veröffentlichung eines Phantombildes sucht die Polizei nach einem Mann, der im Verdacht steht, Besucher von Weihnachtsmärkten in der Vergangenheit mit präparierten Spirituosen geschädigt zu haben.
Bisher wurden bei der Polizei Berlin sieben Fälle angezeigt, bei denen sich der Sachverhalt wie folgt darstellt: Der Unbekannte sprach die Besucher auf Weihnachtsmärkten in Mitte und Charlottenburg an. Dabei erzählte er, vor kurzem Vater geworden zu sein und seine Freude mit anderen teilen zu wollen. In diesem Zusammenhang bot er seinen Opfern mitgebrachte- offensichtlich mit so genannten „KO-Tropfen“ versetzte- Schnapsfläschchen an, um mit ihnen gemeinsam auf das freudige Ereignis zu trinken. Dann verschwand der Unbekannte.
Bei den Angesprochenen stellten sich dann wenig später Symptome wie Krampfanfälle, Schwindel und Erbrechen ein. Einige Personen von den insgesamt 13 Geschädigten wurden in Krankenhäusern behandelt.
Ob es sich bei dem Mann, der laut Zeugenaussagen in einem Weihnachtsmannkostüm Schnaps verteilte, um den selben Täter mit präparierten Flaschen handelt, ist Gegenstand derzeitiger intensiver Ermittlungen der Kriminalpolizei der Direktion 2.

Der Unbekannte ist vermutlich Deutscher, etwa 40 bis 45 Jahre alt und 1 Meter 80 groß. Er ist schlank, hatte sehr kurze, dunkelblonde Haare und trug zur Tatzeit eine dunkle Jacke und eine dunkle Hose. Er hatte immer einen Rucksack dabei, in dem er die präparierten Flaschen transportierte.

HIER PHANTOMBILD IN HOHER AUFLÖSUNG ANSEHEN...»

 


Die Polizei fragt:

  • Wer kennt die abgebildete Person?
  • Wer kann Angaben zu seiner Identität oder seinem Aufenthaltsort machen?
  • Gibt es weitere Menschen, die mutmaßlich Opfer des Mannes wurden?



Hinweise nimmt die Kriminalpolizei der Direktion 2 in der Charlottenburger Chaussee 67 in Spandau unter der Telefonnummer (030) 4664- 272 512 und außerhalb der Bürodienstzeiten unter der (030) 4664- 271 010 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. Auch die Aussagen von Besuchern der Weihnachtsmärkte, die Zeugen solcher Vorfälle wurden, sind für die Ermittler unter Umständen von besonderer Bedeutung.

Quelle: Der Polizeipräsident in Berlin
13.12.2011 | Berlin

Nach Giftattacken auf Weihnachtsmärkten Belohnung ausgesetzt

Nach Giftattacken auf Berliner Weihnachtsmärkten ergreift ein Betreiber selbst die Initiative. «Ich biete eine Belohnung von 1000 Euro für den entscheidenden Hinweis oder die Ergreifung des Täters», sagte der Chef des Marktes am Einkaufszentrum Alexa, Charles Blume, am Dienstag. Er bestätigte damit einen Bericht der «Bild»-Zeitung. Er habe auf seinem Markt außerdem die Zahl der Sicherheitskräfte verdoppelt, zwei zusätzliche Sanitäter und zwei Lockvögel eingestellt.

Sie sollen den Unbekannten aufspüren, der seit Mittwoch vergangener Woche auf drei Weihnachtsmärkten Besuchern unter einem Vorwand vergiftete Getränke angeboten hatte. Sieben Frauen und drei Männer wurde nach dem Genuss von Schnaps oder anderen Getränken übel, einige von ihnen mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Die Berliner Polizei prüfte am Dienstag einen weiteren Verdachtsfall. Es war noch nicht klar, ob ein 21-Jähriger, der über Übelkeit klagte, das elfte Opfer des Gift-Schnapses wurde.

Quelle: dpa
12.12.2011 | Berlin

Weitere Gift-Opfer auf Weihnachtsmärkten

Die mysteriösen Gift-Attacken auf Berliner Weihnachtmärkten sorgen weiter für Besorgnis. Immer mehr Opfer melden sich bei der Polizei - vom Täter fehlt jedoch weiterhin jede Spur.


Die Zahl der Gift-Opfer auf Berliner Weihnachtsmärkten ist weiter gestiegen. Inzwischen weiß die Polizei von zehn Besuchern, denen ein Unbekannter vergiftete Getränke angeboten hat. Die Suche nach dem Täter ist offenkundig schwierig: «Wir suchen da ja die Nadel im Heuhaufen auf den vollen Märkten», sagte ein Polizeisprecher am Montag. Unklar sei auch, ob es sich um einen einzigen Täter handelt.

Die Serie von Giftanschlägen hatte am Mittwoch auf dem Weihnachtsmarkt am Opernpalais in Mitte begonnen. Sieben Frauen und drei Männer haben seitdem auf den Weihnachtsmärkten am Opernpalais, am Alexanderplatz und am Breitscheidplatz vergiftete Getränke angenommen. Teilweise mussten sie im Krankenhaus behandelt werden.


Am Sonntag meldete sich erneut eine 31-Jährige bei der Polizei. Mit ihrem 33 Jahre alten Begleiter hatte sie bereits am Mittwochabend auf dem Weihnachtsmarkt am Alexanderplatz das Angebot eines Unbekannten angenommen, auf die angebliche Geburt seiner Tochter mit Schnapsfläschchen anzustoßen. Wenig später klagten beide über Übelkeit und mussten sich übergeben, ließen sich allerdings nicht von einem Arzt behandeln.

Auch die anderen Opfer waren auf die Geschichte von der angeblichen Geburt hereingefallen und hatten Schnapsfläschchen angenommen. Nur im jüngsten Fall vom vergangenen Wochenende war der Täter anders vorgegangen: Er hatte als Weihnachtsmann verkleidet zwei 15-jährigen Mädchen offene Getränke in Pappbechern angeboten. Eines der Mädchen nahm die Einladung an und klagte anschließend über Übelkeit und Erinnerungsverlust. Sie wurde deshalb ins Krankenhaus gebracht, das sie aber nach einer ambulanten Behandlung wieder verlassen konnte.


Im Blut der 15-Jährigen konnte die giftige Substanz nachgewiesen und analysiert werden. Die genaue Zusammensetzung des Gifts will die Polizei aber nicht bekanntgeben, es wirke «ähnlich wie K.O.-Tropfen», sagte ein Sprecher. Aufgrund der ähnlichen Symptome gingen die Ermittler davon aus, dass die anderen Opfer mit der gleichen Flüssigkeit vergiftet worden seien - sicher sei das aber nicht.

Als Täter wird ein Mann mit kurzen, dunkelblonden Haaren und einem rundlichen Gesicht gesucht, der etwa 45 Jahre alt und 1,80 Meter groß sein soll. Von ihm fehlte aber auch am Montag noch jede Spur. Auch zu einem möglichen Motiv gibt es noch keine Anhaltspunkte. Um einen Erpressungsversuch handelt es sich nach derzeitigem Ermittlungsstand nicht. Keines der Opfer wurde ausgeraubt oder misshandelt, bislang ist auch kein Bekennerschreiben aufgetaucht. Zusätzliche Beamte sind nicht im Einsatz.

Die 60 Berliner Weihnachtsmärkte locken jedes Jahr zwei bis drei Millionen Besucher an. Dass die aus Angst nun wegbleiben, befürchten die Berliner Tourismuswerber nicht: «Durch die Medien sind die Gäste jetzt gut informiert, wir gehen davon aus, dass sie aufpassen», sagte Visit-Berlin-Sprecher Christian Tänzler am Montag. Die Polizei hofft ebenfalls, dass die 15-Jährige das letzte Opfer bleibt. Es sei aber nicht ausgeschlossen, dass sich weitere Opfer meldeten, sagte ein Sprecher. Wer von Fremden Getränke angeboten bekomme, solle diese auf keinen Fall trinken und sofort die Polizei informieren.

Quelle: dpa

 

Quelle: dpa

Mehr Informationen von der Berliner Polizei... »

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