BERLIN

28.12.2011 | Berlin
Syrischer Botschafter wegen Überfalls auf Ferhad Ahma im Auswärtigen Amt
Wegen des Überfalls auf den syrischstämmigen Grünen-Politiker Ferhad Ahma in Berlin ist der Botschafter des Landes ins Auswärtige Amt gerufen worden. Der Diplomat solle wegen des Vorgangs befragt werden, teilte ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Mittwoch mit. Es handle sich um ein Gespräch und nicht um eine Einbestellung. Jede Art von Einschüchterungsversuchen sei jedoch inakzeptabel. Sollte sich herausstellen, dass in Deutschland akkreditierte Diplomaten an Gewaltanwendungen beteiligt gewesen seien, so werde dies schnell zu Reaktionen führen, etwa der Erklärung zur unerwünschten Person, sagte der AA-Sprecher. Ein für unerwünscht erklärter Diplomat muss Deutschland verlassen.
Ahma, der Mitglied des Nationalrats der syrischen Opposition ist, war in der Nacht zum Montag in seiner Berliner Wohnung von zwei Männern überfallen worden. Die Grünen vermuten dahinter den syrischen Geheimdienst.
Quelle: dpa

28.12.2011 | Berlin
Syrischer Menschenrechtler in Berlin überfallen
Der syrische Menschenrechtsaktivist und Grünen-Politiker Ferhad Ahma soll in seiner Berliner Wohnung überfallen und mit Knüppeln misshandelt worden sein. Das teilte der parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion, Volker Beck, mit.
Die Polizei bestätigte den Überfall, machte jedoch keine Angaben zur Identität des Opfers. Ahma ist Mitglied eines Übergangsrats der syrischen Opposition. Die Grünen in Berlin-Mitte und eine Initiative von Gegnern des Assad-Regimes vermuten hinter dem Überfall den syrischen Geheimdienst.
Anzeige
In Syrien geht die Armee von Präsident Baschar al-Assad schon seit vielen Wochen massiv gegen die Demokratiebewegung vor. Nach UN-Schätzungen sind seit Beginn des Aufstands im März mehr als 5000 Menschen getötet worden.




Kommentare