BERLIN

11.01.2012 | Berlin
Ex-Stasi-Zentrale saniert - Verstärkte Aufarbeitung
Mehr als zwei Jahrzehnte nach dem Mauerfall ist ein Kernstück der früheren Stasi-Zentrale in Berlin mit Millionenaufwand saniert worden. Am Mittwoch besichtigten Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) und der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, das denkmalgerecht hergerichtete Haus 1 mit dem original erhaltenen Dienstsitz von Stasi-Chef Erich Mielke in Berlin-Lichtenberg. Das Gebäude wurde mit etwa elf Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II besuchertauglich gemacht.
Die Sanierung der einstigen Machtzentrale des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit sei ein weiterer Meilenstein bei der verstärkten Aufarbeitung des SED-Unrechts, sagte Neumann. An dem historisch authentischen Ort wandte sich der CDU-Politiker zugleich gegen Verklärung und Vergessen. Die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem DDR-Unrechtsstaat werde weitergehen, das sei erklärtes Ziel der Bundesregierung.

Am Samstag ist ein Besuchertag unter dem Motto «Wissen wie es war» geplant. Danach kann Haus 1 täglich besichtigt werden.
Jahn erinnerte daran, dass vor 20 Jahren, im Januar 1992, die Stasi-Akten geöffnet und Bürger erstmals die Papiere einsehen konnten, die die Stasi über sie angelegt hatte. Das sei weltweit einmalig. Nach Jahns Vorstellungen soll der riesige, frühere Stasi-Komplex zu einem Campus der Demokratie werden. Geschichte müsse gerade für die jüngere Generation erfahrbar gemacht werden, sagte der einstige DDR-Bürgerrechtler.
Quelle: dpa
Wissen wie es war - Bürgertag in der Stasi-Zentrale (Samstag, 14.01.12; 11 bis 18 Uhr):
Das Programm finden Sie hier... »




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