BERLIN

17.01.2012 | Potsdam
Babyleiche verscharrt: lebenslange Haft für Eltern
Der Mord sofort nach der Geburt war eiskalt geplant. Der Vater tötete den Säugling, die Mutter billigte das schreckliche Geschehen.
Für den Mord an ihrem Baby sind die Eltern am Dienstag vom Landgericht Potsdam zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Nach Überzeugung der Richter hatten die 38 Jahre alte Mutter und ihr Ex-Partner (35) einen gemeinsamen Tatplan. Danach tötete der Mann das neugeborene Mädchen unmittelbar nach der Geburt am 2. Juni 2009 in Jüterbog. Anschließend verscharrte er den Leichnam im Garten. Erst fast zwei Jahre später wurde das Verbrechen entdeckt.

Nach Überzeugung des Gerichts wurde das Neugeborene getötet, weil das Paar die Kosten scheute, die ein weiteres Kind mit sich gebracht hätte. Den Tatplan fassten die Eltern laut Urteil stillschweigend. «Denn andere Möglichkeiten wie eine Adoption oder die Babyklappe wurden nicht erwogen», sagte Richter Frank Tiemann. Die Schwangerschaft sei bewusst verheimlicht worden. Die 38-Jährige habe vermieden, ein emotionales Verhältnis zu dem Kind aufzubauen. «Getötet hat er das Baby - aber sie war damit einverstanden», so Tiemann.
Erst Anfang Februar 2011 hatte sich die Mutter einer Freundin offenbart. Die Eltern sind seitdem in Untersuchungshaft.




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