BERLIN

26.01.2012 | Berlin
Bronze-Bären für kreative Köpfe: Berlin feiert den B.Z.-Kulturpreis
Berlins Kunst- und Kulturszene feierte am Donnerstagabend, 26. Januar 2012, den B.Z.-Kulturpreis. In der Ullstein-Halle des Berliner Axel-Springer-Hauses verfolgten mehr als 600 Gäste die Preisverleihung, bei der die begehrten B.Z.-Bären für herausragende künstlerische Leistungen vergeben wurden.
"Aus der ganzen Welt strömen Menschen nach Berlin, um ihre Visionen zu verwirklichen und ihre Träume zu leben. Mit dem B.Z.-Kulturpreis feiern wir das kulturelle Schaffen in der Hauptstadt und ehren einzigartige kreative Köpfe, die uns beeindrucken und inspirieren", so Peter Huth, Chefredakteur der B.Z.

Bis in den Abend der Preisverleihung dauerte das Online- und SMS-Voting für den Publikumspreis. Zur Wahl standen drei Berliner Bühnen, die das Genre des Volkstheaters neu erfunden haben. Die B.Z.-Leser wählten das "Prime Time Theater" mit 52 Prozent der Stimmen zum Gewinner. Es überzeugte sie mit der bundesweit ersten Theatersoap, für die sogar ein neues Genre erfunden wurde. Die Laudatio auf den Preisträger hielt Kabarettist Dieter Hallervorden, auf Platz zwei und drei des Votings kamen der "Heimathafen" und das "Ballhaus Naunynstraße".
Autor und Journalist Hellmuth Karasek überreichte Marcel Reich-Ranicki den begehrten B.Z.-Bären für dessen Lebenswerk. In seiner Laudatio würdigte er Deutschlands wohl bekanntesten Literaturkritiker und erklärte, dass er in Berlin die Auszeichnung mehr verdiene als jeder anderen Stadt.

Ausgezeichnet wurde auch die Schauspielerin Senta Berger, die sich seit Jahren für den Deutschen Film engagiert. Sie freute sich insbesondere in Berlin den B.Z.-Kulturpreis zu erhalten, denn in der Hauptstadt habe sie im Alter von 19 Jahren das Handwerk ihres zukünftigen Berufes, der Schauspielerei, erlernt. Für den Berliner Club "Berghain" nahmen Sven Marquardt und Marcel Dettmann die Auszeichnung entgegen. "Wir verstehen den Preis als Würdigung der Berliner Clubszene", erklärten sie dem Publikum.
Schriftsteller Wladimir Kaminer erhielt den B.Z.-Bären in der Kategorie "Literatur". Der Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki überraschte als Laudator für Preisträger und Entertainer Frank Zander: "Dieser Mann ist ein Vorbild für menschliches und soziales Engagement. Und er hat etwas Besonderes herausgestellt: das Recht auf ein Fest, auf ein Weihnachtsfest", so Woelki über Zander, der jedes Jahr ein großes Gänsebratenessen für Obdachlose in Berlin organisiert.

Ein künstlerisches Highlight des B.Z.-Kulturpreises war der Auftritt von Flötist Ian Anderson (Jethro Tull) als Ehrung für die Kammerakademie Potsdam, Preisträger in der Kategorie "Klassik". Das Ensemble hatte im Sommer 2011 mehr als 40.000 Berliner am Wannsee verzaubert.
Auch die Performance-Künstlerin Marina Abramovic, die die Kunstszene Berlins inspiriert und bereichert hat, freute sich über die künstlerische Darbietung des Staatsballetts Berlin, das für sie das Pas-de-deux "Transparente" tanzte.
Ein weiterer B.Z.-Bär ging an Schlagermusiker Roland Kaiser. Zunächst spielte das Mariachi-Ensemble "Sol Latino" ein Medley seiner Erfolgstitel, anschließend griff der Sänger selbst zum Mikrofon und bedankte sich mit einem seiner berühmten Lieder.
Bei der diesjährigen Preisverleihung waren zudem zahlreiche Prominente wie Nadeshda Brennicke, Dieter Hallervorden, Cherno Jobatey, Guido Maria Kretschmer, Christian Lindner, Desirée Nick, Ferdinand von Schirach, Katharina Wagner und Klaus Wowereit zu Gast. Durch das Programm führte Schauspielerin und Sängerin Meret Becker.
www.bz-berlin.de




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