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BERLIN

 

11.05.2009

10.05.2009 | Berlin (dpa)

Bundeszentrale mit "Wahlmaschine" zur Europawahl

Wer bei der Stimmabgabe zur Europawahl am 7. Juni noch unsicher ist, findet vielleicht Hilfe beim Wahl-O-Mat. Die interaktive Wahlmaschine der Bundeszentrale für politische Bildung wurde am Montag in einer aktualisierten und erweiterten Fassung speziell für die Europawahl im Internet freigeschaltet. Mit dem 2002 zuerst zur Bundestagswahl präsentierten Wahl-O-Mat können die Wähler testen, mit welchen Thesen der Wahlprogramme sie übereinstimmen.

 

Die Bundeszentrale wolle vor allem die Wahlprogramme der Parteien und weniger die Personen in den Vordergrund stellen und spielerisch für die Wahl interessieren, sagte deren Präsident Thomas Krüger. Bei 38 politischen Thesen muss per Mausklick entschieden werden: stimme zu, stimme nicht zu, neutral oder These überspringen. So erfährt man, mit welcher Partei man am meisten übereinstimmt.

 

Den Praxistest machten am Montag die Europaabgeordneten Dagmar Roth-Behrendt (SPD), Rebecca Harms (Grüne), Sylvia-Yvonne Kaufmann (Linke) und Alexander Graf Lambsdorff (FDP). Im Ergebnis stand bei allen außer der Linken-Abgeordneten an erster Stelle die eigene Partei. Bei Kaufmann präsentierte das Programm erst an zweiter Stelle ihre eigene Partei, auf Platz eins standen die Grünen.

 

Die Software für den Wahl-O-Mat wurde 1998 in den Niederlanden entwickelt. Die Bundeszentrale für politische Bildung erwarb die Lizenzrechte. Zur Bundestagswahl 2005 wurde die Wahlmaschine 5,3 Millionen Mal genutzt.

 

www.wahlomat.de

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