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BERLIN

 

18.05.2009

18.05.2009

Zahlen für öffentliche Grünanlage

 

Anwohner sollen sich an Erschließungskosten beteiligen…

 

Hauseigentümer werden beim Bau einer neuen Straße an den Erschließungskosten beteiligt, das ist bekannt. Nun sollen sie auch für die Anlage neuer Grünanlagen zahlen. So ein aktueller Fall in Schöneberg. Wie der Tagesspiegel berichtet, fordert der Bezirk Tempelhof-Schöneberg jetzt von Hauseigentümern in der Nähe eines im Jahr 2004 angelegten Parks plötzlich 1,7 Millionen Euro Erschließungskosten. Wie die Zeitung berichtet, wussten die Eigentümer davon nichts, jetzt seien auch die Mieter indirekt betroffen.

 

Das Rechtsamt des Bezirks Tempelhof-Schöneberg hat deshalb zurzeit eine Flut von Widersprüchen zu bearbeiten, so ein Bericht der Morgenpost. Den viele Eigentümer wollen sich jetzt wehren.

Von knapp 1000 betroffenen Haus- und Wohnungseigentümer sind 460 dagegen, dass sie die 2004 fertiggestellte Grünanlage an der Schöneberger Gleditschstraße vis à vis vom Winterfeldtplatz bezahlen sollen, so die Zeitung.

 

Der Park wurde bereits 2004 fertiggestellt. Erst kurz vor Ablauf der vierjährigen Verjährungsfrist verschickte das Bezirksamt die Bescheide, ärgern sich nun die Anrainer.

 

Beteiligt werden sollen Anrainer, die in einem Radius von 200 Metern um die Grünanlage liegen.

So ragt nun beispielsweise die im Volksmund unter dem Namen „Sozialpalast“ bekannte Wohnanlage mit 514 Wohnungen und schätzungsweise 2000 Mietern nur mit einer rund 300 Quadratmeter großen Brachfläche in diesen Radius hinein. Wie der Tagesspiegel berichtet, verlangt das Bezirksamt nun dafür mehr als 148 000. Ein Betrag, der für die Betreiber der Anlage keine Kleinigkeit ist.

 

Muss die Eigentümergesellschaft zahlen, ist gut möglich, dass auch die Mieter betroffen sein werden.

 

 

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