BERLIN
09.06.2009

09.06.2009 | Berlin (dpa)
Neuköllner CDU-Stadträtin Vogelsang abgewählt
Die CDU in Berlin-Neukölln hat am Dienstagabend ihre eigene Stadträtin Stefanie Vogelsang aus dem Amt getrieben. Von insgesamt 55 Abgeordneten in der Bezirksverordnetenversammlung stimmten 40 für den Abwahlantrag, wie CDU-Fraktionschef Falko Liecke sagte. Nur Elf stimmten mit Nein, es gab eine Enthaltung und eine ungültige Stimme. Die CDU verfügt über 17 Sitze. Also stimmten auch CDU-Abgeordnete für die Abwahl von Vogelsang. «Das ist kein Anlass zur Freude», sagte Liecke. «Aber es war ein notwendiger Schritt.»
Liecke hatte den Antrag zur Abwahl der Stadträtin für Bürgerdienste und Gesundheit selbst eingebracht und sich damit auch CDU-Landeschef Frank Henkel widersetzt, der die Abwahl bis zuletzt
verhindern wollte. Liecke wirft Vogelsang vor, als Kreisvorsitzende unsauber mit den Parteifinanzen umgegangen zu sein. In der Landesspitze der Partei waren schon vor der Abwahl Konsequenzen bis zum Parteiausschluss Lieckes und weiterer CDU-Abgeordndeter diskutiert worden. «Die Partei muss jetzt sehen, wie sie damit umgeht», sagte Liecke am Dienstag nur zu drohenden Konsequenzen.




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