BERLIN
16.06.2009

16.06.2009 | Berlin (dpa)
Aktionen für Jobs vor Berliner Hertie-Häusern
Beschäftigte der insolventen Kaufhauskette Hertie haben am Dienstag (16.06.2009) in Berlin für ihre Arbeitsplätze demonstriert. Wie die Gewerkschaft ver.di mitteilte, kamen mehr als 500 Mitarbeiter und Kunden zu den Veranstaltungen vor den drei Berliner Häusern in Moabit, Schöneberg und Tegel. Unter dem Motto «Rettet Hertie - Rettet die Innenstädte!» gab es Kundgebungen in ganz Deutschland. Hertie hatte im Juli 2008 Insolvenz angemeldet. Für die insgesamt rund 2600 Hertie-Beschäftigten laufen derzeit Sozialplanverhandlungen. Sollte keine andere Lösung gefunden werden, müssen nach einem Beschluss der Gläubigerversammlung alle 54 Hertie-Filialen bis Mitte August schließen.
In Berlin bangen 260 Beschäftigte um ihre Zukunft. Der Berliner ver.di-Geschäftsführer Roland Tremper sagte am Dienstag, es gebe noch Hoffnung, das Gesamtunternehmen zu retten, es zeichne sich bislang aber noch kein Einstieg eines neuen Investors ab. Die britisch-niederländischen Eigentümer der Immobilien hatten mitgeteilt, an Lösungen für die Standorte zu arbeiten. Sie suchen vor allem nach neuen Mietern. Tremper sagte, parallel zu einem bundesweiten Modell werde versucht, lokale Lösungen zu finden, um die Kaufhäuser am Leben zu erhalten. Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linke) hat die Bezirke, Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften zu einem Runden Tisch eingeladen.





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